Helmut Schoepke (* 11. Januar 1903; † 29. März 1996) war ein deutscher Lyriker, Verlagsbuchhändler und Autor.
Schoepke besaß etwa in der zweiten Hälfte der 1920er Jahre einen eigenen Verlag in Glogau, den Helmut Schoepke Verlag, später erwarb er die 1816 von Ernst Christian Klein gegründete Verlagsbuchhandlung Friedrich Stollberg in Merseburg, die Stollberg 1851 übernommen und nach sich selbst benannt hatte. Diese gilt bis zum heutigen Tag als eine Institution der Stadt und als deren ältestes noch bestehendes Unternehmen. Schoepke lernte 1930 den Landespolitiker und Schriftsteller Siegfried Berger (1891–1946) kennen. In der Folge verlegte Schoepke sehr erfolgreich sämtliche Werke Bergers, der zu den populärsten Autoren dieser Zeit in Sachsen-Anhalt zählte. Beide gerieten während der NS-Zeit in Turbulenzen; Schoepke zog sich in eine Art innere Emigration zurück und blieb gegenüber nationalsozialistischem Druck auf seine Verlagsbuchhandlung standhaft.
Im Jahr 1977 siedelte Schoepke aus der DDR in die Bundesrepublik über.
Schoepke verstarb im Alter von 93 Jahren. Er wurde auf dem Südfriedhof Sontheim in Heilbronn-Sontheim beigesetzt.
Von Helmut Schoepke wurden in dessen Friedrich Stollberg Verlag Merseburg mehreren Publikationen verlegt, beispielsweise:
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Schoepke, Helmut |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Lyriker, Verlagsbuchhändler und Autor |
| GEBURTSDATUM | 11. Januar 1903 |
| STERBEDATUM | 29. März 1996 |