Helmut Slapnicka

Helmut Slapnicka (* 6. Juni 1916 in Saaz, Königreich Böhmen, Österreich-Ungarn; † 2006) war ein österreichischer Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer.

Leben und Wirken

Nach seiner Reifeprüfung 1934 am Gymnasium in Brüx/Most studierte Helmut Slapnicka Rechtswissenschaft sowie Staatswissenschaft und Politikwissenschaft an der Deutschen Universität Prag. Seine Prüfung zum Dipl. sc.pol. legte er 1939 ab, nachdem er dort 1938 zum Dr. jur. promoviert worden war. Ab 1939 war er zunächst als Rechtsreferendar bzw. Rechtsassessor im staatlichen Verwaltungsdienst an verschiedenen Orten in Brüx sowie in Baden tätig. Nach der Vertreibung der Deutschen aus Tschechien kam er in das österreichische Linz und war dort als Jurist tätig, vor allem bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1978 in der Bischöflichen Finanzkammer. Im Jahre 1970 erfolgte seine Habilitation an der Universität Graz für osteuropäisches Staatsrecht. 1980 wurde er zum außerordentlichen Professor ernannt. Slapnicka veröffentlichte zahlreiche Arbeiten über das Recht der ostmitteleuropäischen Staaten vor und nach 1989/90 sowie die Vertreibung der Deutschen und Ungarn nach 1945. Seit 1979 gehörte er als korrespondierendes Mitglied dem Johann-Gottfried-Herder-Forschungsrat an.

Sein Bruder ist der österreichische Historiker und Journalist Harry Slapnicka.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Walter Doskocil: Helmut Slapnicka 65 Jahre. In: Bohemia, Bd. 22 (1981), H. 1, S. 3–12 (mit allen biografischen Daten u. Veröffentlichungsliste, abgerufen am 22. Juni 2025); Josef Weinmann: Egerländer biografisches Lexikon. Bd. 2. Druckhaus Bayreuth, Bayreuth 1987, S. 205, ISBN 3-922-80812-3.
  2. ↑ Fünfunddreißig Jahre Forschung über Ostmitteleuropa, Marburg 1985, S. 335.
Personendaten
NAME Slapnicka, Helmut
KURZBESCHREIBUNG österreichischer Rechtswissenschaftler und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 6. Juni 1916
GEBURTSORT Saaz
STERBEDATUM 2006