Helmuth Pfeiffer

Helmuth Pfeiffer 2012

Helmuth Pfeiffer (* 24. Dezember 1933 in Weißtal, Krs. Obornik, Posen; † 15. Januar 2021 in Leipzig) war ein deutscher Hochschullehrer für Tierzucht, besonders auf dem Gebiet der Schweinezucht.

Leben und Wirken

Helmuth Heinz Pfeiffer wurde als Sohn eines Landwirts geboren, besuchte von 1940 bis 1945 die Volksschule in Ballenstein (Krs. Obornik) und nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Frehne (Ostprignitz, ab 1952 Kreis Pritzwalk) in Brandenburg. Nach landwirtschaftlicher Lehre (1948–1950), Gehilfenprüfung und der Unterstufe der Fachschule für Landwirtschaft in Wittstock/Dosse schloss er 1951 als Landwirt ab. Es folgten nach zwei Jahren Ausbildung an der Arbeiter- und Bauernfakultät in Potsdam die Abiturprüfung und danach (1953–1956) das Studium der Landwirtschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin (u. a. bei Wilhelm Stahl) mit dem Abschluss als Diplomlandwirt.

Nun wechselte Pfeiffer an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Hier war er zunächst Ausbildungsleiter für zwei praktische Jahrgänge im Lehr- und Versuchsgut (LAV) Iden beim kombinierten Landwirtschaftsstudium und wurde danach (1958–1961) als wissenschaftlicher Aspirant in der Mastprüfanstalt in Radegast bei Köthen des dortigen LVG bzw. der Deutschen Akademie der Landwirtschaftswissenschaften (DAL) zu Berlin wirksam. 1961 promovierte er am Institut für Tierzucht zum Dr. agr. Es folgten die Tätigkeiten als wissenschaftlicher Assistent (1961–1962), wiss. Oberassistent (1963–1964) und wiss. Mitarbeiter. Nach der Habilitation für das Fach Tierzucht im Jahr 1967 wurde er Hochschuldozent in Halle. Wegen der infolge der Dritten Hochschulkonferenz der DDR erfolgten Spezialisierung musste Pfeiffer an die Karl-Marx-Universität Leipzig wechseln und war hier von 1969 bis 1973 Hochschuldozent und Leiter der Lehrgruppe Schweinezucht und -haltung an der Sektion Tierproduktion und Veterinärmedizin und danach ebenda bis 1990 ordentlicher Professor für Schweinezucht und -haltung und Leiter des Wissenschaftsbereichs Schweinezucht mit den weiteren Arbeitsgruppen „Qualität tierischer Produkte“ und „Künstliche Besamung und Biotechnik“.

Mit der Neubildung der Agrarwissenschaftlichen Fakultät in Leipzig (1990) blieb Pfeiffer noch bis 1992 an seiner Universität und arbeitete danach wegen der Abwicklung der landwirtschaftlichen Ausbildung in Leipzig bis 2001 als wissenschaftlicher Fachberater für Tierzucht und Tierhaltung in landwirtschaftlichen Betrieben und der Fleischindustrie und ab 2002 als Multiplikator für Qualitätssicherungssysteme in der Land- und Nahrungsgüterwirtschaft. Er starb nach kurzer, schwerer Krankheit infolge einer Corona-Infektion am 15. Januar 2021 in Leipzig. Seine Urne wurde am 8. Juli 2021 nach einer würdigen Trauerfeier unter Teilnahme der Familie und eines großen Kreises von ehemaligen Schülern, Freunden und Kollegen im Kolumbarium des Südfriedhof in Leipzig beigesetzt.

Forschungsbereiche

Ehrenamt und Mitgliedschaften

Akademische Selbstverwaltung

Mitgliedschaften (Auswahl)

Veröffentlichungen (Auswahl)

Ehrungen

Literatur (Auswahl)

Einzelnachweise

  1. ↑ Helmuth Pfeiffer im Professorenkatalog Leipzig
  2. ↑ Traueranzeige in der Leipziger Volkszeitung
  3. ↑ Nachruf auf Prof. Dr. habil. Dr. h.c. Helmuth Pfeiffer, Leipzig. In: Züchtungskunde
Personendaten
NAME Pfeiffer, Helmuth
KURZBESCHREIBUNG deutscher Tierzüchter und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 24. Dezember 1933
GEBURTSORT Weißtal, Krs. Obornik
STERBEDATUM 15. Januar 2021
STERBEORT Leipzig