| Heloniopsis | ||||||||||||
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| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Heloniopsis | ||||||||||||
| A.Gray |
Die Pflanzengattung Heloniopsis gehört zur Familie der Germergewächse (Melanthiaceae). Die etwa sechs Arten sind in Asien verbreitet.


Heloniopsis-Arten wachsen als immergrüne oder sommergrüne ausdauernde krautige Pflanzen. Diese Hemikryptophyten oder Geophyten bilden als Überdauerungsorgane unterirdische, kurze, verdickte Rhizome. Alle Pflanzenteile sind kahl.
Die Laubblätter sind in einer grundständigen Rosette angeordnet. Die einfachen Blattspreiten sind meist länglich bis verkehrt-lanzettlich oder verkehrt-eiförmig und können im unteren Bereich stielartig verschmälert sein, bei Heloniopsis koreana sind sie meist spatelförmig. Die Blattränder sind glatt oder winzig gewellt. Es liegt Parallelnervatur vor.
Die mehr oder weniger langen, aufrechten, unverzweigten, hohlen Blütenstandsschäfte besitzen zwei bis acht schuppenförmige Blätter. Die einfachen, doldigen oder doldenähnlichen traubigen Blütenstände enthalten nur ein bis zehn meist hängende Blüten. Es sind meist keine Tragblätter vorhanden.
Die zwittrigen Blüten radiärsymmetrisch und dreizählig. Die sechs gleichgestaltigen, haltbaren Blütenhüllblätter sind frei oder bei Heloniopsis tubiflora nur an ihrer Basis verwachsen und stehen trichterförmig zusammen. Die meist ausgebreiteten, bei Heloniopsis tubiflora selten aufrechten Blütenhüllblätter sind spatelförmig oder linealisch-verkehrt-lanzettlich bis länglich. Die Farben der Blütenhüllblätter reichen je nach Art von weiß mit rosafarben über rosafarben bis bläulich-purpurfarben, purpurfarben mit weiß bis bräunlich-purpurfarben. An der Basis der Blütenhüllblätter befinden sich in oft tiefen Taschen Nektarien. Es sind zwei Kreise mit je drei Staubblättern vorhanden; sie überragen meist die Blütenhüllblätter. Die untereinander freien Staubfäden sind oft mit der Basis der Blütenhüllblätter, aber nie mit dem Fruchtknoten verwachsen. Die dorsifixen Staubbeutel sind lanzettlich. Drei Fruchtblätter sind zu einem oberständigen, dreikammerigen Fruchtknoten verwachsen. Jedes Fruchtknotenfach enthält 60 bis 180 Samenanlagen. Der sehr lange, dünne Griffel endet in einer kopfigen Narbe.
Die aufsteigenden Kapselfrüchte sind lokulizid und dreilappig. Die relativ kleinen, linealischen Samen sind an beiden Enden geschwänzt.
Die Chromosomenzahlen bei den untersuchten Arten betragen 2n = 34.
Die Gattung Heloniopsis wurde 1858 durch Asa Gray in Memoirs of the American Academy of Arts and Science, neue Serie Band 6, Seite 416 aufgestellt. Typusart ist Heloniopsis pauciflora A.Gray. Heloniopsis A.Gray nom. cons. wurde nach den Regeln der ICBN (Vienna ICBN Art. 14.4 & App. III) konserviert gegenüber Hexonix Raf. nom. rej. und Kozola Raf. nom. rej., die bereits 1836 in Constantine S. Rafinesque-Schmaltz: Flora Telluriana Band 2, Seite 13 und 25 veröffentlicht wurden. Ein weiteres Synonym ist Sugerokia Miq. Der Gattungsname Heloniopsis bedeutet der Gattung Helonias ähnlich (= -opsis).
Die Gattung Heloniopsis in der Tribus Heloniadeae innerhalb der Familie Melanthiaceae. Die Tribus Heloniadeae hatte früher auch den Rang einer Familie Heloniadaceae oder wurde in die Familie der Liliaceae eingeordnet. Die Tribus Heloniadeae enthält drei Gattungen, die alle Elemente der Arkto-Tertiären Geoflora sind. Helonias kommt im östlichen Nordamerika und Ypsilandra (Vietnam über westliches China bis Himalaya) sowie Heloniopsis (Sachalin, Korea, Taiwan und Japan) kommen im östlichen Asien vor (N. Tanaka 1997).
Die Gattung Heloniopsis kommt in Sachalin (eine Art), Taiwan (eine Art), Korea (drei Arten) und Japan (drei Arten) vor.
Es gibt etwa sechs Heloniopsis-Arten:
Heloniopsis orientalis wird als Zierpflanze verwendet.