Henning Grunwald

Marikke Heinz-Hoek: Henning Grunwald

Henning Grunwald, eigentlich Hans-Henning Glade (* 9. Januar 1942 in Bremen; † 3. Juli 2009 in Bremen), war ein deutscher Schriftsteller und Verfasser von Romanen, Essays und Gedichten.

Biografie

Grunwald absolvierte das Alte Gymnasiums in Bremen. Er studierte Literaturwissenschaft, Philosophie und Kunstgeschichte.

Gefördert wurde Grunwald von Adolf Muschg. Er schrieb zunächst Rezensionen und Essays, so über die strukturalistische Methode in der Literaturwissenschaft und sprachlichen Eskapismus. Zwischen 1974 und 1981 veröffentlichte er regelmäßig in Alfred Kolleritschs Literaturmagazin Manuskripte, wo 1974–1976 auch sein Roman „Der Drehkäfig“ in 7 Fortsetzungen erschien.

Seine Lyrik beschrieb die Zeitschrift Die Neue Bücherei 1982 so:

„Der Effekt von G[runwald]s Gedichten resultiert vorwiegend aus der Diskrepanz zwischen einer aufgelockerten Vulgärsprache und ihren sehr ernsthaften Anliegen: der immerwährenden Bedrohung des Menschen durch Zeit- und die Umweltfaktoren.“

1980 nahm Grunwald am Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb in Klagenfurt teil. 1983 erhielt er den Förderpreis für Literatur zum Kunstpreis Berlin.

Er lebte und arbeitete zunächst in und bei Erlangen, später im Stadtteil Schwachhausen seiner Heimatstadt Bremen. Grunwald, der an einer ausgeprägten Sozialphobie litt, zog sich die letzten Jahrzehnte weitestgehend aus der Literaturszene und Öffentlichkeit zurück. 2009 starb er an Herzversagen.

Werke

Bücher

Einzelbeiträge

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Wer ist wer? XLI (2002/03), S. 487.
  2. ↑ Hans Henning Glade: Leistung und Grenze strukturalistischer Methode in der Literaturwissenschaft (1968/69); Henning Grunwald: Dadatropismus oder Die alexandrinische Paralyse. In: Sprache im technischen Zeitalter 55 (1975), S. 190–201.
  3. ↑ Titelanzeige des österreichischen Verbunds für Bildung und Kultur
  4. ↑ Manuskripte. Zeitschrift für Literatur, Nr. 42, 45-51.
  5. ↑ Die Neue Bücherei 1982, Heft 3, S. 279.
  6. ↑ Doris Moser: Der Ingeborg-Bachmann-Preis. Wien 2004, S. 517; Klagenfurter Texte zum Ingeborg-Bachmann-Preis 1980. München 1980, passim.
  7. ↑ Kürschners deutscher Literatur-Kalender 59 (1984), S. 398.
  8. ↑ Börsenblatt für den Deutschen Buchhandel 38 (1982) (H. 59 v. 16. Juli 1982), S. 4504.
Personendaten
NAME Grunwald, Henning
ALTERNATIVNAMEN Glade, Hans-Henning
KURZBESCHREIBUNG deutscher Schriftsteller
GEBURTSDATUM 9. Januar 1942
GEBURTSORT Bremen
STERBEDATUM 3. Juli 2009
STERBEORT Bremen