
Henning Hopf (* 13. Dezember 1940 in Wildeshausen bei Oldenburg; † 12. März 2026 in Braunschweig) war ein deutscher Chemiker. Er war Professor am Institut für Organische Chemie der TU Braunschweig.
Hopf studierte ab 1960 Chemie an der Universität Göttingen (als Stipendiat der Studienstiftung des deutschen Volkes) und ab 1963 mit einem Fulbright-Stipendium an der University of Wisconsin–Madison, an der er 1967 promoviert wurde (Stereochemistry of ion-pair return in p-substituted Benzhydryl-p-Nitrobenzoates). Er habilitierte sich 1972 in Karlsruhe (Isomerisierungs- und Additionsreaktionen von acyclischen -Isomeren), wurde 1975 Professor in Würzburg und erhielt 1978 einen Ruf auf den Lehrstuhl für Organische Chemie der TU Braunschweig. Bis zu seiner Emeritierung 2006 war er dort geschäftsführender Leiter des Instituts für Organische Chemie.
2004/5 war er Präsident der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und deren Ehrenmitglied. Hopf erhielt den Chemiepreis der Göttinger Akademie der Wissenschaften, die Adolf-von-Baeyer-Denkmünze, den Gay-Lussac-Humboldt-Preis, den Max-Planck-Forschungspreis, den Literaturpreis des Fonds der Chemischen Industrie (2001), die Gmelin-Beilstein-Denkmünze und den Primo-Levi-Preis (2023).
Hopf erhielt die Ehrendoktorwürden der Technischen Universität Bukarest und der Babeș-Bolyai-Universität in Klausenburg/Cluj (Rumänien).
Hopf befasste sich mit Cyclophanen, hochungesättigten Kohlenwasserstoffen (Alkine, Allene, Cumulene) in der organischen Synthese, gestörten Polyensystemen, alicyclischen Verbindungen, neuen planaren p-Systemen sowie Retinoiden.
Er war Mitherausgeber der Chemischen Berichte und von Liebigs Annalen und war Literaturbeauftragter des Vorstands der GDCh. Er war Mitglied der Göttinger Akademie der Wissenschaften, der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste sowie der Norwegischen Akademie der Wissenschaften.
Hopf übersetzte auch Bücher aus dem Englischen, so die „Reaktionsmechanismen der Organischen Chemie“ von Peter Sykes und „Organische Stereochemie“ von Samuel Wilen und Ernest L. Eliel.
Hopf verstarb am 12. März 2026 in Braunschweig.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Hopf, Henning |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Chemiker |
| GEBURTSDATUM | 13. Dezember 1940 |
| GEBURTSORT | Wildeshausen bei Oldenburg |
| STERBEDATUM | 12. März 2026 |
| STERBEORT | Braunschweig |