Henning Swyn (* um 1502 in Lehe; † 8. Oktober 1533 ebenda) war ein Ratsherr in Lunden in der Bauernrepublik Dithmarschen.
Sein Vater Peter Swyn und sein Sohn Marcus Swyn waren Achtundvierziger im Bauernstaat Dithmarschen. Die Swyn’sche Familie hat auch nach der „Letzten Fehde“ um Dithmarschen die Geschicke des Landes mitgeprägt.
Die Swynen, die erstmals 1329 urkundlich erwähnt wurden, bildeten zusammen mit den Nannen, deren erste Erwähnung aus dem Jahre 1386 stammt, das Geschlecht der Wurthmannen.
Wichtige Daten im Leben des Henning Swyn:
Der heute noch im Hochdeutschen gebräuchliche Spruch „Das weiß kein Schwein“ wird auf das Geschlecht der Swynen zurückgeführt. Da man ihm (und den Swynen) ein besonderes Maß an Bildung nachsagte, entstand er aus dem niederdeutschen Spruch „Dat weet keen Swyn“ in dem Sinne, dass, wenn die Tatsache auch einem gebildeten Mann wie Peter Swyn nicht geläufig ist, es folglich niemand wissen kann.
In diesem Zusammenhang wird auf einer Erinnerungstafel verwiesen auf Marcus Swyn, Sohn von Henning Swyn. Nach dem Ende der Bauernrepublik in Dithmarschen sollten alle Besitzdokumente vom Landvogt Marcus Swyn beglaubigt werden. Waren die Papiere unleserlich geworden, stellte man fest: „Das kann ja nicht einmal mehr ein Swyn lesen. – Dat kann keen Swyn lesen.“
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Swyn, Henning |
| KURZBESCHREIBUNG | Ratsmitglied in Lunden in der Bauernrepublik Dithmarschen |
| GEBURTSDATUM | um 1502 |
| GEBURTSORT | Lehe |
| STERBEDATUM | 8. Oktober 1533 |
| STERBEORT | Lehe |