Henri Chamard (* 7. Juli 1867 in Honfleur, Département Calvados; † 29. September 1952 in Paris) war ein französischer Literaturhistoriker, der auf französische Literatur der Renaissance spezialisiert war. Er lehrte als Professor an der Universität Paris (Sorbonne).
Der Sohn eines Lehrers wuchs in Honfleur, Le Mans und Orléans auf. Chamard wurde 1887 an der École normale supérieure und bestand 1890 die Agrégation (Staatsprüfung für das höhere Lehramt) im Fach Lettres (Sprachen und Literatur). In Le Havre heiratete er 1891 Henriette Thérèse Léopoldine Guillot, mit der er zwei Kinder bekam. Chamard unterrichtete von 1890 bis 1897 als Gymnasiallehrer an Lycées in Cherbourg und Caen, parallel dazu hatte er ab 1893 einen Lehrauftrag an der geisteswissenschaftlichen Fakultät von Caen. Als Maître de conférences für französische Literatur wechselte er 1897 an die Universität Lille.
Mit zwei Thèses über die beiden Renaissancedichter Joachim Du Bellay und Jacques Peletier schloss Chamard 1900 in Paris das Doctorat d’État ab. Er wechselte 1903 als Maître de conférences an die École normale supérieure und im Jahr darauf an die geisteswissenschaftliche Fakultät der Universität Paris (Sorbonne). Dort wurde er 1910 zum Professeur adjoint (außerordentlichen Professor) für französische Sprache und Literatur ernannt. Von 1920 bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand 1937 war er ordentlicher Professor für Literaturgeschichte der französischen Renaissance an der Sorbonne. Ab 1931 war er außerdem Direktor des Instituts für französische Sprache und Literatur.
| Personendaten | |
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| NAME | Chamard, Henri |
| KURZBESCHREIBUNG | französischer Romanist und Literaturwissenschaftler |
| GEBURTSDATUM | 7. Juli 1867 |
| GEBURTSORT | Honfleur |
| STERBEDATUM | 29. September 1952 |
| STERBEORT | Paris |