Henri Fleisch

Henri Robert Fleisch (* 1. Januar 1904 in Jonvelle, Département Haute-Saône; † 10. Februar 1985 in Libanon) war ein französischer Jesuit, Orientalist (Arabist) und Prähistoriker.

Biographie

Henri Fleisch trat 1921 in Lyon-Fourvière in den Jesuitenorden ein und leistete 1923 seinen Militärdienst im damaligen französischen Mandatsgebiet Libanon. Nach seiner Weihe zum Priester 1933 kehrte er in den Libanon zurück. Als Schüler etwa von Marcel Cohen spezialisierte er sich auf die Linguistik semitischer Sprachen und unterrichtete ab 1938 Semitistik und arabische Philologie an der jesuitischen Université Saint-Joseph in Beirut. Neben seinen Studien zum klassischen Arabisch und modernen arabischen Dialekten begann Fleisch sich zusätzlich intensiv mit der Frühgeschichte des Libanon zu beschäftigen.

Fleisch war korrespondierendes Mitglied der Académie des Inscriptions et Belles-Lettres (1959) und der Bayerischen Akademie der Wissenschaften (1974). 1976 erhielt er die goldene Lidzbarski-Medaille der Deutschen Morgenländischen Gesellschaft.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Siehe das Schriftenverzeichnis in Mélanges de l’Université Saint-Joseph. 48, 1973/1974, S. XXI–XXXVII.

Literatur

Personendaten
NAME Fleisch, Henri
ALTERNATIVNAMEN Fleisch, Henri Robert (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG französischer Jesuit, Orientalist und Prähistoriker
GEBURTSDATUM 1. Januar 1904
GEBURTSORT Jonvelle
STERBEDATUM 10. Februar 1985
STERBEORT Libanon