Henri Gaidoz

Henri Gaidoz (* 28. Juli 1842 in Paris; † 2. April 1932 ebenda) war ein französischer Keltologe und Ethnologe.

Leben und Werk

Gaidoz studierte in Deutschland, reiste durch England und Irland und wurde sich des Fehlens einer französischen Keltologie bewusst. Er gründete 1870 die Revue celtique, die er bis 1885 herausgab, und gehörte zu den frühen Mitgliedern der Société de linguistique de Paris. Von 1872 bis 1908 lehrte er Geographie und Ethnographie an der École libre des sciences politiques, ab 1876 war er Directeur d’études für keltische Philologie an der École pratique des hautes études in Paris. Mit seinem Freund Eugène Rolland (1846–1909) zusammen gab er die Zeitschrift Mélusine. Recueil de mythologie, littérature populaire, traditions et usages heraus (10 Bde., Paris 1878–1901). Den ersten Lehrstuhl für Keltologie am Collège de France erhielt nicht er, sondern sein Rivale Henri d’Arbois de Jubainville. In den letzten 20 Jahren war Gaidoz blind.

Schriften (in Auswahl)

Literatur

Personendaten
NAME Gaidoz, Henri
KURZBESCHREIBUNG französischer Keltologe und Ethnologe
GEBURTSDATUM 28. Juli 1842
GEBURTSORT Paris
STERBEDATUM 2. April 1932
STERBEORT Paris