Henrik Rhyn wuchs in Solothurn auf. Nach Abschluss der Berufslehre als Schaufensterdekorateur, einem Aufenthalt in Mailand (Pantomime) und Locarno (Ballett), absolvierte er eine Schauspielausbildung in Zürich. 1966 schloss er die Theaterausbildung ab, danach folgten Engagements an verschiedenen Schweizer Bühnen. Zudem wurde er für grosse Rollen in den Filmen Brot und Steine und Die schwarze Spinne engagiert. Als Schriftsteller schrieb er einige Hör- und Fernsehspiele. Von 1972 bis zu seiner Pensionierung 2002 war er in verschiedenen Funktionen bei Schweizer Radio DRS im Studio Bern angestellt. Bekannt wurde er durch seine über zweihundert Radio-Features. Daneben präsentierte er zwischen 1977 und 1983 als «Gastarbeiter» beim Schweizer Fernsehen DRS die Sendung Chumm und lueg. Viele Reisen führten ihn nach Amerika, Asien, Arktis und Antarktis. Zwischen 1985 und 1996 bereiste er auf fünf Expeditionen und Reisen Tibet und China. Ein schweizerisch-russisches Forscherteam begleitete er 2001 auf eine Altai-Expedition. Über all diese Reisen gestaltete er mehrere Bücher und aufwendige Features für Schweizer Radio DRS. An der Landesausstellung EXPO 02 war er als künstlerischer Leiter des Solothurner Kantonaltags für das Projekt Rock Barock verantwortlich.
Henrik Rhyn arbeitete auch als Gestalter in Glas, Keramik, Bronze, Mosaik und als Maler und präsentierte seine Werke gelegentlich in Einzelausstellungen im kleinen Rahmen.
1977–78 Hrsg. einer 21-teiligen Sendereihe «Schweizer Literatur»
1978 «Zwischen Check-in und Check-out». Hörspiel (SR DRS, SFB, ORF, BBC u.a.)
1980 Hrsg. einer 10-teiligen Sendereihe «Dichtung und Wahrheit»
1980–84 Hrsg. Kassettenbriefe 1. Teil (mit Schweizer Autoren, immer über die Sprachgrenzen hinweg) 2. Teil (mit Schweizer und US-amerikanischen Autoren)
1985 Hrsg. einer 10-teiligen Sendereihe «Frieden»
1985–86 Hrsg. einer 12-teiligen Sendereihe «Emigrantenliteratur»
Zudem entstanden zahlreiche Features und Wortsendungen für Schweizer Radio DRS.
Kultur Natur Deutschfreiburg Körperschaft (Hrsg.):Erinnert und erfunden – Va Gschücht zu Gschücht. Zytglogge Verlag, Basel 2019, ISBN 978-3-7296-5026-8.
Aus der Zeit fallen – Meine Befindlichkeit in der Pandemie. Eigenverlag, 2021.
Das Nebelmeerboot - Erzählung. Eigenverlag, 2023.
Herausgeber
Innehalten - siebzehn Schweizer Autorinnen und Autoren in Romainmôtier. Edition Hans Erpf, 1987, ISBN 3-256-00107-6.
Literarische Notizblätter über Bergfahrten. Verlag M+T-Helvetia Chur, 1988, ISBN 3-907036-09-3.
Gasthausschildereien - literarische Notizen auf Papierservietten von fünfzehn Schweizer Autorinnen und Autoren. Edition Hans Erpf, 1991, ISBN 3-905517-07-8.
Redefreiheit - ein Begriff. Edition Hans Erpf, 1991, ISBN 3-905517-22-1.
Auszeichnungen
Förderpreis Literarische Auszeichnungen der Stadt Bern 1974
Zürcher Radio und Fernsehpreis 1977
Prix Christophe Eckenstein
Prix Mass Media der Fondation Christophe Eckenstein