Henry Deku

Henry Deku (* 13. Dezember 1909 als Heinz Dekuczynski in Berlin; † 3. September 1993 in München) war ein deutscher Philosoph.

Das Grab von Henry Deku auf dem Nordfriedhof (München)

Leben

Heinz Dekuczynski entstammte einer jüdischen Kaufmannsfamilie. Seine Eltern verstarben früh und er wuchs bei seiner Tante Rosa Dekuczynski auf.

Nach dem Abitur 1928 am Friedrichswerderschen Gymnasium studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin Philosophie (Max Dessoir, Romano Guardini, Nicolai Hartmann und Eduard Spranger), Mathematik (Ludwig Bieberbach, Erhard Schmidt und Issai Schur) und Klassische Philologie (Werner Jaeger). Er promovierte, die Dissertation wurde jedoch aus politischen Gründen nicht mehr angenommen. 1938 kam er in „Schutzhaft“ ins Konzentrationslager Buchenwald. Nach seiner Entlassung 1938 emigrierte er nach England und dann weiter in die USA. Dort konvertierte er 1939 zum römisch-katholischen Glauben. 1943 trat er in die Armee ein und kehrte 1945 nach Deutschland zurück.

Er lehrte viele Jahre Philosophie an der Universität München. 1983 erhielt Deku das Bundesverdienstkreuz. 1984 wurde er zum Honorarprofessor an der Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Statistik der Ludwig-Maximilians-Universität ernannt.

Am 22. Februar 2019 wurden für ihn und seine Tante Rosa Dekuczynski in Berlin, Wullenweberstraße 6, Stolpersteine verlegt.

Schriften (Auswahl)

Commons: Henry Deku – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. ↑ Heinz Dekuczynski. stolpersteine-berlin.de; Koordinierungsstelle Stolpersteine Berlin.
Personendaten
NAME Deku, Henry
ALTERNATIVNAMEN Dekuczynski, Heinz
KURZBESCHREIBUNG deutscher Philosoph
GEBURTSDATUM 13. Dezember 1909
GEBURTSORT Berlin
STERBEDATUM 3. September 1993
STERBEORT München