Henry Leo Feingold (geboren als Heinrich Feingold 6. Februar 1931 in Ludwigshafen; gestorben 27. Dezember 2024 in New York City) war ein US-amerikanischer Historiker.



Heinrich Feingold war ein Sohn des Kaufmanns Max (Marcus M.) Feingold (1904–) und der Frieda Singer (1903–), er hatte zwei Schwestern. Unter dem Druck der deutschen Judenverfolgung floh die Familie 1938 nach Belgien und 1939 in die USA ins Exil.
Henry Leo Feingold besuchte ab 1949 das Brooklyn College und machte 1953 einen B.A. und 1954 einen M.A. Er heiratete 1954 die Lehrerin Vera Schiff, die aus Ungarn in die USA emigriert war, sie hatten zwei Kinder. Die nächsten Jahre war er Schullehrer für Geschichte. Daneben war er von 1954 bis 1957 als Soldat der US Army Dozent an der University of Maryland European Division bei den Streitkräften in Deutschland. Zurück in New York studierte er neben dem Lehrerberuf an der New York University und wurde 1966 bei Henry Bamford Parkes mit einer Dissertation über die US-amerikanische Flüchtlingspolitik in den Jahren 1938 bis 1944 promoviert.
Feingold war 1966/67 Lecturer am City College of New York der City University of New York (CUNY) und ab 1968 Associate Professor am Baruch College, wo er 1976 eine Professur erhielt. Er unterrichtete am CUNY Graduate Center und war Gastprofessor an verschiedenen Colleges der CUNY. Feingold wurde 1998 emeritiert. Er befasste sich mit Judaic Studies in der US-amerikanischen Gesellschaft und der Geschichte des Holocaust.
Er erhielt 1972 den Leon Jolson Award des Jewish Book Council für das Buch The Politics of Rescue.
2007 wurden vor dem Ludwigshafener Wohnhaus in der Prinzregentenstraße 45 Stolpersteine des Künstlers Gunter Demnig für die Familie Feingold verlegt.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Feingold, Henry L. |
| ALTERNATIVNAMEN | Feingold, Henry Leo; Feingold, Heinrich |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Historiker |
| GEBURTSDATUM | 6. Februar 1931 |
| GEBURTSORT | Ludwigshafen |
| STERBEDATUM | 27. Dezember 2024 |
| STERBEORT | New York City |