Herbert Becke

Herbert Becke, 2001

Herbert Becke (* 1950 in München) ist ein deutscher Kulturschaffender und Fotograf.

Leben

Herbert Becke gründete mit 16 Jahren die nach Karl Valentin benannte „Valentinadenbühne“ in München und leitete sie fünf Jahre. Nach dem Studium der Erwachsenenbildung an der staatl. Fachhochschule München für Sozialwesen, das er als Diplom-Sozialpädagoge abschloss, übernahm er mit 26 Jahren die Leitung der Volkshochschule im Norden des Landkreises München (Garching bei München, Ismaning, Unterföhring und Unterschleißheim). In den 33 Jahren seiner Amtszeit entwickelte sich die vhs München-Nord zu der zweitgrößten Erwachsenenbildungseinrichtung in Oberbayern. Von 1976 bis 2008 baute Becke die Kleinkunstreihe Kulturdonnerstage im Garchinger Bürgerhaus auf. Insgesamt 257 Veranstaltungen mit 156.000 Besuchern und monatlich ununterbrochen mit jeweils 750 Besuchern ausverkauft. Einzigartig in der deutschsprachigen Kabarett- und Kleinkunstszene. 18 Jahre lang vergab das Abonnement-Publikum hier den Kleinkunstpreis Garchinger Kleinkunstmaske (u. a. an Dieter Hildebrandt, Ina Müller mit Queen Bee, Urban Priol, Eckart von Hirschhausen, Dietrich Kittner, Volker Pispers usw.). Er war Gründer und langjähriger Leiter der Musikschulen in Garching (1977) und Ismaning (1978). Von 1982 – 1992 ehrenamtlicher stellvertretener Vorsitzender der Oberbayerischen Volkshochschulen. Becke war Initiator der „Stadt-Land-Gespräche“ sowie Initiator des „Kinos im Römerhof“ in Garching. Herbert Becke ist Dozent für Fotografie sowie Initiator und Leiter des Projektes „Foto Art München“, Organisator der Münchner Fototage, Gründer des Fotoclubs der Volkshochschule „CC77“ und Juror bei nationalen und internationalen Fotowettbewerben. Von 1979 bis 1991 erfüllte er einen Lehrauftrag für Erwachsenenbildung an der Münchner FH für Sozialwesen. Becke war von 2014 bis 2023 Vorstandsmitglied der „Saubande“, dem Valentin-Karlstadt-Förderverein, zur ideellen und finanziellen Förderung des Valentin-Karlstadt-Musäums und der bayerischen Volkssänger.

Fotografie

Becke fotografiert mit dem Schwerpunkt der Menschen- und Reportagefotografie. Er hatte diverse Ausstellungen, so „Ostfriesland“, „Die Daxen vom Riemerfeld“, „Anpfiff“ „Sylt bei jedem Licht“, „Künstlerporträts“, „Venedig, als hätten wir geträumt….“, „Aus meiner Sicht“, „Eiskanal“, „Ismaninger Köpfe“ und „München von unten nach oben“. Herbert Becke arbeitete mit Fotografen zusammen wie Rainer Martini, Michael Gnade, Harald Mante, Detlev Motz, Hans Jessel, Dietmar Nill, Michael Martin. Er ist Begründer und Initiator des Foto-Projektes „bodenständig“. Becke fotografiert dabei mit der Kamera unmittelbar „auf dem Boden der Tatsachen“ und will damit völlig neue Sichtweisen zeigen. 2020 erschien sein Fotobuch Karl Valentin – Bilder-Sprache mit 127 seiner Fotos und dazu jeweils ein passendes Zitat Karl Valentins, ausgewählt von Gunter Fette (Nachlassverwalter von Karl Valentin) im Volk Verlag. Neben hunderten von historischen Fotos aus dem „Karl Valentin-Archiv“ sind auch im 2026 erschienenem Buch von Herbert Becke 366 Tage mit Karl Valentin: Der immer gültige Kalender des Humors seine aktuellen Fotos mit Texten von Valentin verpaart worden.

Ausstellungen

Bücher

Kommunalpolitik

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. ↑ Oliver Hochkeppel: Die Lage im Blick. In: Süddeutsche Zeitung. 6. April 2020, abgerufen am 2. Oktober 2025.
  2. ↑ Rauschende Abschiedsgala für Herbert Becke. 1. April 2009, abgerufen am 10. Oktober 2026.
  3. ↑ Der Türöffner. 1. März 2017, abgerufen am 10. Oktober 2026.
  4. ↑ München, ISBN 978-3-86222-356-5.
  5. ↑ Ausstellung. Abgerufen am 10. Oktober 2026.
  6. ↑ Becke wird für sein langjähriges Engagement in Garching geehrt. 6. Mai 2009, abgerufen am 10. Oktober 2026.
  7. ↑ Bekanntgabe der Verleihungen vom 1. Juni 2012. Abgerufen am 25. Juni 2018.
Personendaten
NAME Becke, Herbert
KURZBESCHREIBUNG deutscher Fotograf
GEBURTSDATUM 1950
GEBURTSORT München, Deutschland