Herbert Duttler

Ölgemälde der Münchner Schule von Herbert Duttler (aus Privatsammlung)
Winterlandschaft von Herbert Duttler

Herbert Duttler (* 19. Mai 1948 in Bayern) ist ein deutscher Maler. Sein frühes Werk steht in der Tradition der Münchner Schule. Sein Repertoire umfasst auch zahlreiche andere Stilrichtungen, vom Impressionismus über Surrealismus, Orientalismus, Phantastischer Realismus bis hin zur Pop-Art. Er lebt und arbeitet in Augsburg.

Werdegang

Eisvergnügen von Herbert Duttler
stimmungsvolle Gewitterlandschaft
Münchner Schule von Herbert Duttler (aus Privatsammlung)

Duttler erhielt eine vielseitige Ausbildung von der Kirchenmalerei über Objektgestaltung bis hin zur Bühnen- und Dekorationsmalerei. Er belegte auch einen Kurs der Famous Artists School. Vier Jahre arbeitete er als Schüler im Atelier von Eugen Winning, einem Vertreter der alten Münchner Schule.

Durch diesen richtungsweisenden Einfluss wandte sich Duttler dem traditionellen, altmeisterlichen Stil zu. Er begeisterte sich auch für die niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts, die noch heute in seinen Bildern ihren Niederschlag findet. Zudem zeigt sich Herbert Duttler auch als Romantiker, was in den Stimmungen seiner Arbeiten zum Ausdruck kommt.

Seine Arbeiten befinden sich nicht nur in deutschem und ausländischen Besitz (darunter auch die Privatsammlungen zahlreicher Prominenter), sondern auch in Ausstellungen und Galerien in Europa und Übersee. Für das Fürstenhaus Fugger war Duttler auch als Restaurator tätig.

Werk

Herbert Duttler begann seine Karriere als Landschaftsmaler im Stil der Münchner Schule. Bekannt wurde Duttler zunächst insbesondere mit Landschafts- und Winterdarstellungen, die in vielen Kunstgalerien u. a. in den USA, Großbritannien und Japan gehandelt werden. Dadurch finden sich seine Gemälde weltweit in bedeutenden Privatsammlungen.

Im Jahr 2006 entwickelte Herbert Duttler bei einer Kunstreise und längeren Schaffensaufenthalten in Marokko seine Leidenschaft für die orientalische Stilrichtung. Er schuf einen kompletten Zyklus im Stil der klassischen Werke des Orientalismus.

Seit 2011 hat Duttler sein Repertoire um die Stilrichtungen Phantastischen Realismus und Surrealismus (Phantasie und Träumereien), abstrakte Gemälde und Pop-Art erweitert. Bereits 2010 wurden in der Galerie der Moderne in Bad Kissingen erstmals seine surrealistischen Gemälde ausgestellt; die Main-Post bezeichnete diese Stilrichtung damals als noch relativ neu in seinem Schaffen.

Das verlorene Paradies I von Herbert Duttler (aus Privatsammlung)
Das verlorene Paradies II von Herbert Duttler (aus Privatsammlung)

Seine Werke im Stil des Phantastischen Realismus enthalten Elemente der Wiener Schule von Ernst Fuchs sowie des Surrealismus und Symbolismus.

In seinen abstrakten Gemälden spielt vor allem das Licht eine entscheidende Rolle.

In farbenfrohen Pop-Art-Gemälden verewigt er Comic-Helden wie Donald Duck, Mickey Mouse und Pink Panther in Öl.

Eine umfangreiche Sammlung von Werken Duttlers befindet sich in der E. Schuster Collection des Kunstsammlers Erwin Schuster; die Fachzeitschrift Palette bezeichnete sie 2024 als „besonders üppige Sammlung“. Duttler bezeichnete die E. Schuster Collection 2026 nach seinem persönlichen Kenntnisstand als die umfangreichste ihm bekannte private Sammlung seiner Arbeiten.

Charity-Tätigkeit

Duttler beteiligte sich an Benefizveranstaltungen. Bei einer Charity-Gala wurde er von Dieter Thomas Heck geehrt. 1998 stiftete Duttler anlässlich einer Ausstellung in Augsburg ein Gemälde für eine Versteigerung zugunsten der „Kartei der Not“.

Auszeichnungen

Ausstellungen (Auswahl)

Herbert Duttler überreicht Eishockey-Legende Erich Kühnhackl ein von ihm geschaffenes Porträt in Öl für das Eishockey-Museum
Herbert Duttler 2013 mit dem bayerischen Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Wolfgang Heubisch
Dieter Thomas Heck ehrt Herbert Duttler anlässlich einer Charity-Gala.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Vincent Arzenton: Formwandler. Porträt Herbert Duttler. In: Palette, Nr. 2/2024, S. 55.
  2. ↑ Vincent Arzenton: Formwandler. Porträt Herbert Duttler. In: Palette, Nr. 2/2024, S. 55.
  3. ↑ Vincent Arzenton: Formwandler. Porträt Herbert Duttler. In: Palette, Nr. 2/2024, S. 57.
  4. ↑ Herbert Duttler. In: Kunsthaus Haßloch. Abgerufen am 1. September 2026.
  5. ↑ Vincent Arzenton: Formwandler. Porträt Herbert Duttler. In: Palette, Nr. 2/2024, S. 56.
  6. ↑ Vincent Arzenton: Formwandler. Porträt Herbert Duttler. In: Palette, Nr. 2/2024, S. 56.
  7. 1 2 Surrealistisches von Duttler. In: Main-Post, 18. Juni 2010.
  8. ↑ Herbert Duttler – Ausstellung. In: Kunsthaus Haßloch. Abgerufen am 1. September 2026.
  9. ↑ Vincent Arzenton: Formwandler. Porträt Herbert Duttler. In: Palette, Nr. 2/2024, S. 57.
  10. ↑ Herbert Duttler: Künstlerische und kunsthistorische Bestätigung, 18. August 2026, Faksimile in: Erwin Schuster: Herbert Duttler – Im Reich der Phantasie. Phantastischer Realismus in der E. Schuster Collection. epubli, Berlin 2026, S. 114–115, ISBN 978-3-565721-56-6.
  11. ↑ Herbert Duttler – Werke & Gemälde – E. Schuster Collection. Abgerufen am 1. September 2026.
  12. ↑ Kunst und Kommunikation. In: Augsburg Journal, Januar 1998, S. 51.
  13. ↑ Vincent Arzenton: Formwandler. Porträt Herbert Duttler. In: Palette, Nr. 2/2024, S. 57.
  14. ↑ Viel Kunst und Udo Lindenbergs Double. In: Donaukurier, 15. Juli 2013.
  15. ↑ Wie auf einer Kunstmesse. In: Donaukurier, 12. November 2013.
Personendaten
NAME Duttler, Herbert
KURZBESCHREIBUNG deutscher Maler
GEBURTSDATUM 19. Mai 1948
GEBURTSORT Bayern