Herbert Hagn

Herbert Hagn (* 9. Juni 1927 in München; † 15. Dezember 2003 ebenda) war ein deutscher Paläontologe und Geologe, der vor allem über Alpengeologie und Mikropaläontologie publizierte.

Leben

Hagn, der Sohn von Anny Hagn, geborene Angerer, und des Feinmechanikermeisters und späteren Politikers Hans Hagn, studierte nach Wehrdienst im Zweiten Weltkrieg ab 1944 und englischer Kriegsgefangenschaft, Geologie und Paläontologie an der Universität München mit dem Diplom für Geologie 1950 und der Promotion summa cum laude 1952 zum Dr. rer. nat. Die Habilitation erfolgte 1955 über das Tertiär des Monte Brione am Gardasee, woraufhin er in München Privatdozent war und ab 1962 außerplanmäßiger Professor für Geologie und Paläontologie.

Er befasste sich zunächst mit Mikropaläontologie (Foraminiferen) und regional mit Molasse aus dem Tertiär (wobei er mit Otto Hölzl zusammenarbeitete), Flysch, Kalkalpen, Helvetikum am Nordrand der Alpen und im Alpenvorland. Er schrieb ein Buch über Dünnschliffe, Fazies und Mikrofauna von Gesteinen der bayerischen Alpen (1955) und befasste sich später mit Untersuchung von Keramik für die Archäologie in Bayern mit zahlreichen Veröffentlichungen. Er veröffentlichte auch zur Geologiegeschichte.

Er war in der deutschen Stratigraphie-Subkommission Tertiär (u. a. Eozän-Oligozän Grenze 1986).

Hagn lebte westlich von München in Germering, war römisch-katholisch, ab 1957 mit Emmy Hagn, geborene Mayer, verheiratet und hatte drei Kinder (Hans, Barbara und Irmengard). 1998 erhielt er den Verdienstorden 1. Klasse der Bundesrepublik Deutschland und 1997 die Bayerische Denkmalschutzmedaille.

Schriften

Literatur

Personendaten
NAME Hagn, Herbert
KURZBESCHREIBUNG deutscher Paläontologe und Geologe
GEBURTSDATUM 9. Juni 1927
GEBURTSORT München
STERBEDATUM 15. Dezember 2003
STERBEORT München