Herbert Kebelmann

Paul Ludwig Herbert Kebelmann (* 7. November 1907 in Boxhagen-Rummelsburg; † 1. April 1996 in Bad Harzburg) war ein deutscher Filmregisseur, Kameramann und Filmproduzent.

Leben und Werk

Der Sohn des Bankbeamten Paul Kebelmann und seiner Frau Ida, geb. Eberhard, wurde 1934 von Leni Riefenstahl für den Reichsparteitagsfilm Triumph des Willens als Kameramann verpflichtet und wurde auf diese Weise zu einem der Mitwirkenden an nationalsozialistischer Propaganda. 1936 griff die Olympia-Film G.m.b.H. Riefenstahls auf seine Unterstützung zurück, als es galt, mit den Olympischen Sommerspielen in Berlin u. a. Austragungsorten ein filmisches Großprojekt zu bewältigen. 1939 dokumentierte Kebelmann die Nationalpolitischen Erziehungsanstalten (NPEA oder Napola), 1944 den Atlantikwall. Kebelmann war Mitglied der Propagandakompanien und wird im Vorspann der Deutschen Wochenschau mehrmals als Kriegsberichterstatter aufgeführt. Welche Beiträge von ihm stammen, ist unklar. Seine Karriere begann jedoch ursprünglich mit Landschaftsaufnahmen, ein Sujet, zu dem er immer wieder zurückkehrte und das den Großteil seines filmischen Schaffens ausmachte.

Kebelmann war ab 1931 mit Elsbeth, geb. Braun, verheiratet.

Filmographie

Video

Einzelnachweise

  1. ↑ Landesarchiv Berlin, Geburtsregister Standesamt Boxhagen-Rummelsburg, Nr. 1356/1907 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig)
  2. ↑ Sterberegister Standesamt Bad Harzburg, Nr. 130/1996, zitiert nach den amtlichen Vermerken im Geburts- und Heiratsregister
  3. ↑ Rainer Rother: Leni Riefenstahl – The Seduction of Genius. Bloomsbury Publishing, London u. a. 2003, ISBN 978-0-8264-7023-2, S. 238.
  4. ↑ Rob White, Edward Buscombe (Hrsg.): British Film Institute Film Classics, Bd. 1, Taylor & Francis 2003, ISBN 978-1-57958-328-6, S. 403.
  5. ↑ Rainer Rother: Leni Riefenstahl – The Seduction of Genius. Bloomsbury Publishing, London u. a. 2003, ISBN 978-0-8264-7023-2, S. 239.
  6. ↑ Landesarchiv Berlin, Heiratsregister Standesamt Lichtenberg II, Nr. 144/1931 (online auf Ancestry.com, kostenpflichtig)
  7. ↑ Norbert Beyer: Der NS-Film (= Stilepochen des Films). Reclam-Verlag, Stuttgart 2018, ISBN 978-3-15-961360-4.
  8. ↑ Robynn J. Stilwell, Phil Powrie (Hrsg.): Composing for the Screen in Germany and the USSR: Cultural Politics and Propaganda. Indiana University Press, Bloomington, IN, 2007, ISBN 978-0-253-02867-9, S. 53.
  9. ↑ Steffen Wolf: Kinderfilm in Europa – Darstellung der Geschichte, Struktur und Funktion des Spielfilmschaffens für Kinder in der Bundesrepublik Deutschland, CSSR, Deutschen Demokratischen Republik und Großbritannien 1945–1965. Walter de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-113896-1, S. 332.
  10. ↑ Steffen Wolf: Kinderfilm in Europa – Darstellung der Geschichte, Struktur und Funktion des Spielfilmschaffens für Kinder in der Bundesrepublik Deutschland, CSSR, Deutschen Demokratischen Republik und Großbritannien 1945–1965. Walter de Gruyter, Berlin 2014, ISBN 978-3-11-113896-1, S. 328–329.
  11. ↑ Herbert Kebelmann, auf: filmportal.de
  12. ↑ Herbert Kebelmann, auf: dokumentarfilmgeschichte.de
Personendaten
NAME Kebelmann, Herbert
ALTERNATIVNAMEN Kebelmann, Paul Ludwig Herbert (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Filmregisseur, Kameramann und Produzent
GEBURTSDATUM 7. November 1907
GEBURTSORT Boxhagen-Rummelsburg, Provinz Brandenburg, Preußen, Deutsches Reich
STERBEDATUM 1. April 1996
STERBEORT Bad Harzburg, Niedersachsen, Deutschland