Herbert Siegfried

Herbert Siegfried (* 6. Dezember 1901 in Schwerin; † 18. April 1988 in München) war ein deutscher Botschafter.

Leben

Der Vater von Herbert Siegfried war Generalstaatsanwalt Paul Siegfried in Rostock. Von 1920 bis 1924 studierte er an den Universitäten Heidelberg, München und Rostock Rechtswissenschaft; er wurde 1927 zum Doktor der Rechtswissenschaften promoviert. Er war Mitglied der Studentenverbindung Leonensia Heidelberg. 1928 bestand Siegfried das zweite juristische Staatsexamen.

1929 trat Siegfried in den auswärtigen Dienst. 1934 wurde er als Legationssekretär nach Kairo entsandt. Zum 1. August 1937 trat er in die NSDAP ein (Mitgliedsnummer 4.009.260). Zudem wurde er förderndes Mitglied der SS. Von 1937 bis 1943 wurde Siegfried in der Wilhelmstraße (Berlin-Mitte) beschäftigt. Von 1943 bis 1945 war Siegfried Generalkonsul in Genf.

Von 1947 bis 1951 übte Siegfried den Beruf des Rechtsanwalts in Bielefeld aus. 1951 wurde er in den auswärtigen Dienst der Bundesrepublik Deutschland aufgenommen. Von 1951 bis 1954 war Siegfried Botschaftsrat in Brüssel. Im Sommer 1954 wurde er als Gesandter I. Klasse nach Stockholm gesandt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Miltenberger Ring: General-Verzeichnis der Mitglieder des Miltenberger Rings. Tübingen 1931, S. 63.
  2. ↑ Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/41490818
  3. ↑ Thomas Maulucci: Adenauer’s Foreign Office – West German Diplomacy in the Shadow of the Third Reich. Cornell University Press, 2012, S. 171.
  4. ↑ Alexander Muschik: Die beiden deutschen Staaten und das neutrale Schweden.
VorgängerAmtNachfolger
Gesandter Kurt SievekingBotschafter der Bundesrepublik Deutschland in Stockholm/Schweden
Juli 1954 bis 1958
Hans-Ulrich von Marchtaler
Kurt OpplerBotschafter der Bundesrepublik Deutschland in Brüssel/Belgien
1963 bis 1966
Georg Federer
Personendaten
NAME Siegfried, Herbert
KURZBESCHREIBUNG deutscher Botschafter
GEBURTSDATUM 6. Dezember 1901
GEBURTSORT Schwerin
STERBEDATUM 18. April 1988
STERBEORT München