| Hermann Bley | ||
| Personalia | ||
|---|---|---|
| Geburtstag | 6. Mai 1936 | |
| Geburtsort | Calbe/Saale, Deutsches Reich | |
| Sterbedatum | 28. Mai 2012 | |
| Sterbeort | Berlin, Deutschland | |
| Position | Stürmer | |
| Junioren | ||
| Jahre | Station | |
| BSG Stahl Calbe | ||
| Herren | ||
| Jahre | Station | Spiele (Tore)1 |
| 1956–1957 | ASK Vorwärts Berlin | 13 (1) |
| 1958–1968 | SC Dynamo Berlin / BFC Dynamo | 207 (47) |
| 1967–1968 | BFC Dynamo II | |
| Nationalmannschaft | ||
| Jahre | Auswahl | Spiele (Tore) |
| 1957 | DDR U-23 | 1 (2) |
| 1958–1960 | DDR B | 6 (0) |
| 1961 | DDR | 1 (0) |
| Stationen als Trainer | ||
| Jahre | Station | |
| mind. 1980 | DDR U-18 (Co-Trainer) | |
| 1 Angegeben sind nur Ligaspiele. | ||
Hermann Bley (* 6. Mai 1936 in Calbe/Saale; † 28. Mai 2012 in Berlin) war ein deutscher Fußballspieler. In der höchsten Spielklasse des DDR-Fußballs, der Oberliga, spielte er für den ASK Vorwärts Berlin und den BFC Dynamo sowie dessen Vorgänger, die Fußballabteilung des SC Dynamo Berlin.
Als Nachwuchsfußballspieler war Bley bei der heimatlichen BSG Stahl Calbe aktiv. Seine ersten Fußballspiele in der DDR-Oberliga absolvierte Bley beim Ost-Berliner Sportclub der Armeesportvereinigung Vorwärts in der Saison 1956. Auch im Spieljahr darauf gehörte er zum Kader von Vorwärts Berlin. In beiden Jahren wurde er sowohl in der Oberliga- als auch in der Reservemannschaft eingesetzt. Für das Oberligateam trat er in beiden Jahren insgesamt in 13 Punktspielen an und erzielte dabei ein Treffer. Mit der Reservemannschaft des ASK gewann er 1957 die DDR-Meisterschaft der Reservemannschaften.
Zu Beginn der Spielzeit 1958 wechselte Bley zum Lokalrivalen SC Dynamo Berlin, dessen Fußballsektion ebenfalls im ostdeutschen Oberhaus antrat. Am Ende dieser Saison, die ihn als Stammkraft im Dynamo-Dress sah, hatte Bley 12 Meisterschaftstore für Dynamo erzielt und damit kam der Angreifer auf Platz 2 der Oberligatorschützenliste. 1959 war Bley zwar nicht mehr so torgefährlich, konnte aber seinen ersten nationalen Titel im Männerbereich gewinnen. Am 13. Dezember 1959 stand er mit dem SC Dynamo im Endspiel um den DDR-Fußballpokal, das die Ost-Berliner gegen den SC Wismut Karl-Marx-Stadt mit 3:2 gewannen. Bley war als halbrechter Stürmer dabei.
Am 10. Juni 1962 stand Bley erneut in einem DDR-Pokalendspiel. Diesmal hieß der Gegner SC Chemie Halle, der mit seinem 3:1-Sieg verhinderte, dass Bley, der diesmal Rechtsaußen spielte, zu einem weiteren Titelgewinn kam. Die Spielzeit 1961/62, die das Team auf Rang 3 beendete, war die letzte für Dynamo mit einer Spitzenplatzierung. In den Folgejahren verabschiedete sich die Mannschaft, die 1966 aus dem SC Dynamo im Rahmen der Entstehung der Fußballs als BFC Dynamo ausgegründet wurde, aus dem Spitzenfeld der Oberliga und erlebte 1967 mit dem Abstieg einen Tiefpunkt. Es war zugleich die letzte Oberligasaison Hermann Bleys. Insgesamt hatte er für Dynamo 205 Oberligapunktspiele bestritten und dabei 47 Tore erzielt. In der folgenden Ligasaison, die den sofortigen Wiederaufstieg aus der Zweitklassigkeit für den BFC brachte, war die frühere Stammkraft nur noch in zwei Begegnungen eingesetzt worden. Bley spielte in dieser Spielzeit 1967/68 vornehmlich für die BFC-Zweitvertretung in der Ost-Berliner Stadtliga, mit der er den Titel gewann und den Sprung in die Liga in einer Aufstiegsrunde bewerkstelligte. Am Ende seiner Laufbahn hatte er in den beiden höchsten ostdeutschen Spielklassen 48 Treffer in 220 Punktspieleinsätzen erzielt.
Sein Oberligadurchbruch 1958 machte den Dynamo-Stürmer auch für die ostdeutschen Auswahltrainer interessant. Von Mai 1958 bis August 1960 bestritt Bley in der DDR-B-Nationalelf sechs Einsätzen Partien. Während er für diese Auswahlmannschaft nicht traf, sah ihn sein einziger Einsatz in der ostdeutschen U-23 im Oktober 1957 beim 3:2-Auswärtssieg in Parg gegen den ČSR-Nachwuchs als Doppeltorschützen.
Zu einem Höhepunkt in Bleys Karriere kam es im Jahr 1961, als er in seinem einzigen A-Länderspiel eingesetzt wurde. In der Begegnung DDR gegen Marokko am 21. Juni 1961 in Erfurt (1:2) spielte er neben Waldemar Mühlbächer als rechter Mittelfeldakteur zusammen mit den beiden anderen Neulingen Lothar Haack und Günter Hoge. Während diese beiden später ausgewechselt wurden, durfte Bley bis zum Ende durchspielen. Zu weiteren A-Länderspielen kam es jedoch nicht.

Nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn wurde Bley Trainer und widmete sich dem Nachwuchs des BFC Dynamo. Dort hatte er unter anderen Falko Götz unter seinen Fittichen, der sich später lobend über seinen ehemaligen Ausbilder äußerte. Parallel zu seiner Tätigkeit in Ost-Berlin war er auch als Verbandstrainer beim DFV tätig. Beim letzten UEFA-Juniorenturnier, der inoffiziellen Europameisterschaft dieser Altersklasse, agierte er neben Werner Basel als Trainer der DDR-U-18-Nationalelf bei der Endrunde vor heimischer Kulisse.
Nach 1990 war Bley kurzfristig Trainer beim BSV Spindlersfeld und dem TSV Rudow. Im Jahr 2000 wurde Bley zum Nachwuchskoordinator beim BFC Dynamo berufen, und diese Tätigkeit übte er bis zu seinem Ruhestand aus.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Bley, Hermann |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Fußballspieler |
| GEBURTSDATUM | 6. Mai 1936 |
| GEBURTSORT | Calbe (Saale) |
| STERBEDATUM | 28. Mai 2012 |
| STERBEORT | Berlin |