Hermann Wilhelm Boethke, auch Böthke, (* 30. Dezember 1833 in Bromberg; † 25. Oktober 1912 in Potsdam) war ein deutscher Jurist und Richter. Er war zuletzt als Reichsgerichtsrat tätig.
Er war der Sohn des früh verstorbenen Bromberger Bürgermeisters Karl August Boethke (1797–1840). Nach seinem Abitur 1851 an der Lateinschule des Waisenhauses in Halle studierte er Rechtswissenschaften an der Albertus-Universität Königsberg.
1855 wurde er auf den preußischen König vereidigt und als Auskultator in Bromberg eingesetzt. 1864 wurde er Kreisrichter. Er war lange Jahre in Wongrowitz tätig. Im Jahre 1878 wurde er zum Kreisgerichtsdirektor ernannt. Nach den Justizreformen des Gerichtsverfassungsgesetzes von 1879 lautete sein Titel Amtsgerichtsrat; 1881 wurde er zum Oberlandesgerichtsrat ernannt und 1889 kam er an das Reichsgericht. Er war im IV. und VI. Zivilsenat tätig.
Mit seinem Eintritt in den Ruhestand im Juni 1900 wurde ihm der Rote Adlerorden II. Klasse mit Eichenlaub verliehen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Boethke, Hermann |
| ALTERNATIVNAMEN | Boethke, Hermann Wilhelm (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Jurist und Richter am Reichsgericht |
| GEBURTSDATUM | 30. Dezember 1833 |
| GEBURTSORT | Bromberg |
| STERBEDATUM | 25. Oktober 1912 |
| STERBEORT | Potsdam |