
Hermann Emil Wappler (* 20. Juni 1852 in Bernsbach (heute ein Stadtteil von Lauter-Bernsbach); † 6. Oktober 1899 in Zwickau) war ein deutscher Mathematiker, Mathematikhistoriker und Gymnasiallehrer.
Wapplers Eltern waren der Tischler Carl Hermann Wappler und dessen Ehefrau, die Schnittwarenhändlerin Christiana Wilhelmine geb. Pflaum. Wappler besuchte ab 1866 die Realschule in Annaberg (heute Stadtteil von Annaberg-Buchholz), wo er u. a. Unterricht in Algebra bei Bruno Berlet erhielt. 1871 schloss er mit der Reifeprüfung ab. Danach studierte er Kameralistik (mit Mathematik, Ökonomie, Technologie und Kunst) an der Universität Leipzig und wechselte 1873 zur Chemie. 1874 setzte er sein Studium an der Universität Heidelberg fort, wo er 1875 zum Dr. phil. promovierte. Nach einer einjährigen Tätigkeit als Lehrer an einer Privatschule in Schkeuditz bestand er 1878 in Leipzig die Staatsprüfung für die Kandidatur des höheren Schulamtes. Im gleichen Jahr bekam er eine Anstellung am Gymnasium Zwickau, wo er zunächst sein Probejahr ableistete und 1880 zum Oberlehrer befördert wurde.
Mit seinen Werken leistete Wappler einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Entwicklung der Algebra im deutschsprachigen Raum im 15. und 16. Jahrhundert. Dabei benutzte er auch Arbeiten seines Annaberger Lehrers Bruno Berlet. Insbesondere begann Wappler die Bedeutung von Adam Ries für die Algebra herauszuarbeiten, indem er dessen Coß, die Berlet 1860 in Teilen veröffentlicht hatte, mit dem Dresdner Codex C 80 verglich.
Am 31. März 1880 heiratete Wappler in Zwickau die Privatierstochter Marie Elisabeth Lauterbach aus Schkeuditz, mit der er den Sohn Paul Emil hatte. Wappler starb im Alter von erst 47 Jahren an Influenza und Lungenentzündung.
| Personendaten | |
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| NAME | Wappler, Hermann Emil |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Mathematiker, Mathematikhistoriker und Gymnasiallehrer |
| GEBURTSDATUM | 20. Juni 1852 |
| GEBURTSORT | Bernsbach |
| STERBEDATUM | 6. Oktober 1899 |
| STERBEORT | Zwickau |