Hermann Grub (* 8. August 1939 bei Ulm; † 12. März 2026) war ein deutscher Architekt.


Hermann Grub studierte Architektur an der Kunstakademie Stuttgart bei Herbert Hirche und war anschließend sechs Jahre im Architekturbüro von Justus Dahinden in Zürich tätig. Seit 1969 hat er ein eigenes Büro für Architektur und Stadtplanung in München. Er widmet sich insbesondere Konzepten und Lösungen für städtebauliche Themen, ein wichtiges Instrument für die Öffentlichkeitsarbeit sind Installationen im öffentlichen Raum.
1974 erhielt Grub den Forschungsauftrag des Freistaates Bayern „Erholungsraum Stadt“ und Entwicklung eines innerstädtischen Grün- und Freiraumkonzepts mit dem Fokus auf den Potentialen städtischer Hinterhöfe und öffentlicher Räume. 1977 vertrat er mit einer Werk-Ausstellung die Bundesrepublik Deutschland im Bereich Architektur bei der Europalia in Brüssel. Internationale Beachtung fand das 1979 durchgeführte Projekt „Stadtteilerneuerung Nürnberg-Gostenhof“, das anschließend mit der Goldmedaille des Bundesbauministeriums ausgezeichnet wurde, zudem erhielt Grub hierfür den Architekturpreis der Jürgen Ponto–Stiftung.
Grub lebte seit 1969 in München. Seit 1978 arbeitete er mit Petra Lejeune zusammen, die er 1982 heiratete; sie haben drei gemeinsame Kinder. 2010 gingen sie in München mit dem Vorschlag an die Öffentlichkeit, den Mittleren Ring im Bereich des Englischen Gartens in einen Tunnel zu verlegen und damit die Wiedervereinigung des Gartendenkmals zu ermöglichen. Im Juli 2017 beschloss der Stadtrat einstimmig, das Projekt umzusetzen. Hierfür wurden beide Architekten 2018 mit der Medaille „München leuchtet“ in Gold ausgezeichnet. Bereits 2017 waren sie mit der Auszeichnung „Schwabinger Lächeln“ durch den Bezirksausschuss Schwabing-Freimann geehrt worden.
mit Petra Lejeune-Grub
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Grub, Hermann |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Architekt |
| GEBURTSDATUM | 8. August 1939 |
| GEBURTSORT | bei Ulm |
| STERBEDATUM | 12. März 2026 |