Hermann Leyn

Hermann Adolf Leyn (* 19. September 1880 in Hannover; † 23. März 1943 ebenda) war ein deutscher Architekt und Regierungsbaumeister.

Leben

Hermann Adolf Leyn entstammte einer hannoverschen Handwerker- und Architektenfamilie. Seine Eltern waren Hinrich Wilhelm Leyn (* 1842 in Neuhaus an der Oste; † 1913) und Bertha Luise Minna Leyn, geb. Henne (* 1847 in Osterwald (Salzhemmendorf); † 1916). Sein Vater war Maurermeister und seit 1903 Rentier in Hannover. Der Bruder seines Vaters, Hermann Friedrich Leyn (1836–1882), war Architekt und Maurermeister in Hannover. Der Architekt Wilhelm Leyn war sein Bruder.

Nach dem Abitur am Ersten Realgymnasium Hannover studierte Leyn von 1899 bis 1903 an der Königlich Technischen Hochschule Hannover. 1904 legte er dort die Diplomprüfung ab.

1905 wurde Leyn zum Regierungsbaumeister in Oppeln ernannt und 1911 zunächst nach Tilsit sowie 1915 nach Marburg versetzt.

In Marburg war Leyn als Regierungsbaumeister im Staatlichen Hochbauamt I tätig und zugleich Vorstand des Universitätsneubauamts. 1921 wurde er zum Vorstand des Hochbauamts ernannt.

Ein Schreiben des Magistrats der Stadt Marburg vom 30. Dezember 1919 belegt seine Tätigkeit im Zusammenhang mit Bauangelegenheiten in Marburg.

Eine letzte nachweisbare Erwähnung Leyns in Marburg stammt aus dem Jahr 1921.

1926 wurde Leyn zum Vorstand des Hochbauamts II in Hannover ernannt.

Werk

Als gesichertes Werk gilt das Landgrafenhaus der Philipps-Universität Marburg, das nach seinen Plänen von 1915 bis 1921 errichtet wurde.

Einzelnachweise

  1. ↑ Standesamt I Hannover, Sterbef. 1943, StadtA H 1.NR.3.08.01 Nr. 129; arcinsys.niedersachsen.de – arcinsys-digitalisate.niedersachsen.de (PDF; 25 MB) S. 50.
  2. ↑ Hermann Adolf Leyn. – Hermann Leyn. gw.geneanet.org
  3. ↑ Hinrich Wilhelm Leyn. gw.geneanet.org
  4. ↑ Bertha Luise Minna Henne. gw.geneanet.org
  5. 1 2 Nr. 12750. In: Herbert Mundhenke: Die Matrikel der Höheren Gewerbeschule, der Polytechnischen Schule und der Technischen Hochschule zu Hannover. Band 2. 1881–1911. Hahn, Hannover 1991, ISBN 3-7752-5854-X, S. 526 (Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Niedersachsen und Bremen. 9, Abt. 6, Band 2).
  6. ↑ Hermann Friedrich Leyn (1836–1882). In: Architekten und Künstler mit direktem Bezug zu Conrad Wilhelm Hase (1818–1902). glass-portal.hier-im-netz.de
  7. ↑ Amtliche Mitteilungen. In: Zentralblatt der Bauverwaltung. Nr. 53, 1908, S. 357 (zlb.de).
  8. ↑ Amtliche Mitteilungen. In: Zentralblatt der Bauverwaltung. Nr. 29, 1911, S. 177 (zlb.de).
  9. ↑ Amtliche Mitteilungen. In: Zentralblatt der Bauverwaltung. Nr. 13, 1915, S. 47 (zlb.de).
  10. Marburger Stadthandbuch. Jahrgang 1919/20.
    1. ↑ S. 6; dfg-viewer
    2. ↑ S. 176; dfg-viewer.de
  11. ↑ Amtliche Mitteilungen. In: Zentralblatt der Bauverwaltung. Nr. 67, 1921, S. 413 (zlb.de).
  12. ↑ Brief von Marburg / Magistrat (Stadt) an Hermann Leyn, 30.12.1919. Kalliope-Verbund, abgerufen am 10. April 2026.
  13. ↑ Landgrafenhaus Marburg (Architekt: Hermann Leyn). In: Bildindex der Kunst und Architektur. Abgerufen am 16. April 2026.
  14. ↑ Amtliche Mitteilungen. In: Zentralblatt der Bauverwaltung. Nr. 17, 1926, S. 216 (zlb.de).
  15. ↑ Ellen Kemp; Katharina Krause; Ulrich Schütte: Marburg Architekturführer. Michael Imhof Verlag, Petersberg 2002, S. 155.