Herman Lommel

Herman Lommel (* 7. Juli 1885 in Erlangen; † 5. Oktober 1968; auch Hermann Lommel) war ein deutscher Indo-Iranist und Religionswissenschaftler.

Leben und Werk

Lommel war Sohn des Physikers Eugen von Lommel und seiner Frau Luise, geborene Hegel. Die Mutter war eine Enkelin des Philosophen Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Er absolvierte das humanistische Gymnasium und studierte an den Universitäten München und Göttingen. Er wurde im Jahr 1912 in Göttingen promoviert und habilitierte sich 1916, ebenfalls in Göttingen. Zwischen 1916 und 1918 war er Kriegsteilnehmer. Ab 1917 war er Professor für vergleichende indogermanische Sprachwissenschaft in Frankfurt/Main.

Eines der zentralen Werke der modernen Linguistik, die Grundfragen der allgemeinen Sprachwissenschaft von Ferdinand de Saussure, übersetzte er ins Deutsche.

Seine Wiedergabe der Erzählung von der Wanderung des Sehers Bhrigu ins Jenseits aus dem altindischen Opfertraktat namens Shatapatha-Brahmana war von Einfluss auf Masse und Macht, das Hauptwerk von Elias Canetti.

Schriften (Auswahl)

Autor

Aufsätze
  1. Textband.
  2. Bildband.
Bücher
  1. Die alten Arier. Von Art und Adel ihrer Götter. 1935.
  2. Der arische Kriegsgott. 1939.

Übersetzer

Literatur

Personendaten
NAME Lommel, Herman
ALTERNATIVNAMEN Lommel, Hermann
KURZBESCHREIBUNG deutscher Indoiranist und Religionswissenschaftler
GEBURTSDATUM 7. Juli 1885
GEBURTSORT Erlangen
STERBEDATUM 5. Oktober 1968