Hermann Pinnow

Hermann Pinnow (* 17. Juli 1884 in Frankfurt am Main; † 3. September 1973 ebenda) war ein deutscher Gymnasiallehrer und Historiker.

Leben

Dem Besuch des Frankfurter Goethe-Gymnasiums folgte ein Studium der Philologie und Geschichte an den Universitäten Bonn und Berlin. 1906 wurde er in Bonn promoviert. Er leistete zunächst Schuldienst in Kassel. 1910/11 war er als Privatlehrer zur Erziehung des abessinischen Kronprinzen in Addis Abeba tätig. Danach wurde er Lehrer am Kasseler Wilhelmsgymnasium. 1932 übernahm er die Leitung des Bezirksseminars für Studienreferendare in Frankfurt und lehrte am dortigen Kaiser-Friedrichs-Gymnasium. 1933 wurde er als Demokrat von den Nationalsozialisten aus dem Schuldienst gedrängt. So beschäftigte er sich mit dem Verfassen von Firmenchroniken großer Industrieunternehmen (u. a. IG Farben, Dyckerhoff, Freudenberg, Degussa). 1946 wurde er Oberstudiendirektor des Sachsenhäuser Kaiser-Wilhelm-Gymnasiums, das auf seine Anregung hin bei der Wiedereröffnung in Freiherr-vom-Stein-Schule umbenannt wurde. Nach seiner Pensionierung 1949 veröffentlichte er weiter über pädagogische und geschichtswissenschaftliche Themen. Er war zudem Berater des Hessischen Kultusministeriums beim Erarbeiten von Lehrplänen und ab 1949 Mitglied der Frankfurter Historischen Kommission. 1964 erhielt er die Ehrenplakette der Stadt Frankfurt am Main.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Hermann Pinnow: Als Erzieher am Hofe des Negus, 1924.