Hermann Vietzen (* 19. Mai 1902 in Wain bei Laupheim, Landkreis Biberach; † 17. Februar 1984) war ein deutscher Landtagsabgeordneter der FDP/DVP in Baden-Württemberg.
Hermann Vietzen wurde am 19. Mai 1902 in Wain geboren. Er erwarb 1921 das Abitur am Realgymnasium in Ulm. Anschließend studierte er Philosophie an der Universität Tübingen. Von 1922 bis 1924 machte er eine Banklehre und schloss von 1924 bis 1928 ein zweites Studium der Rechts- und Staatswissenschaften an den Universitäten München und Hamburg an. 1926 machte er den Abschluss zum Diplomvolkswirt. 1928 promovierte er (Dr. oec. publ.). Von 1928 bis 1930 arbeitete er als Syndikus. Von 1930 bis 1934 war er Mitarbeiter der Internationalen Preisgeschichtsforschung und machte gleichzeitig ein Geschichtsstudium und eine Archivarausbildung. Ab 1935 arbeitete er im Stadtarchiv Augsburg und ab 1938 in Archiv und Bücherei der Stadt Stuttgart. Am 13. Juli 1937 beantragte er die Aufnahme in die NSDAP und wurde rückwirkend zum 1. Mai desselben Jahres aufgenommen (Mitgliedsnummer 5.175.316). Von 1939 bis 1945 war er Leiter des städtischen Wirtschaftsamtes der Stadt Stuttgart.
Von 1946 bis 1952 war er Geschäftsführer des Landesverbands der DVP. Seit 1953 war er im Kulturamt (Archiv und Rathausbücherei, Stadtarchivdirektor) der Stadt Stuttgart beschäftigt. Seit 1956 war er Mitglied des Landtags.
Vietzen war verheiratet mit Johanna Vietzen, geb. Zimmermann, mit ihr hatte er fünf Kinder. Johanna (Hanne) Vietzen war von 1951 bis 1983 Gemeinderätin in Stuttgart.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Vietzen, Hermann |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (FDP/DVP), MdL (Baden-Württemberg) |
| GEBURTSDATUM | 19. Mai 1902 |
| GEBURTSORT | Wain, Landkreis Biberach |
| STERBEDATUM | 17. Februar 1984 |