Hermenericus

(Flavius) Hermenericus (auch Herminericus) war ein spätantiker oströmischer Politiker alanischer Abstammung.

Hermenericus war der jüngste Sohn des einflussreichen magister militum Aspar; seine Brüder waren Ardabur und Patricius.

Im Jahr 465 bekleidete er gemeinsam mit Basiliscus das Konsulat im Osten des Reiches. In westlichen Quellen wird er dabei gelegentlich als consul prior geführt.

Als sein Vater Aspar 471 zusammen mit einem seiner Brüder in Konstantinopel ermordet wurde, befand sich Hermenericus außerhalb der Hauptstadt und entging so dem Tod. Es heißt, er sei von Zenon gerettet und nach Isaurien geschickt worden, wo er die Tochter eines unehelichen Sohnes des Zenon heiratete; später, nach dem Tod Leos I., kehrte er nach Konstantinopel zurück und lebte dort den Rest seines Lebens in Frieden.

Es wird gesagt, dass er an einer Verschwörung gegen Zenon teilgenommen und diese dann verraten habe. Im Jahr 484 kommandierte Hermenericus rugische Soldaten im Krieg gegen den Rebellen Illus.

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Candidus = Photius, Bibliotheca Codex 79.
  2. ↑ Theophanes, Anno Mundi 5964.
  3. ↑ Damaskios, Fragment 303 = Epitome des Photius 290.
  4. ↑ Johannes Antiochenus 214,4.
Personendaten
NAME Hermenericus
ALTERNATIVNAMEN Herminericus
KURZBESCHREIBUNG römischer Konsul im Jahr 465
GEBURTSDATUM 5. Jahrhundert
STERBEDATUM 5. Jahrhundert