| Pracze Odrzańskie Herrnprotsch | ||
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| Basisdaten | ||
| Staat: | ||
| Woiwodschaft: | Niederschlesien | |
| Powiat: | Wrocławski | |
| Geographische Lage: | 51° 11′ N, 16° 55′ O | |
| Einwohner: | ||
| Telefonvorwahl: | (+48) 74 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DW | |

Pracze Odrzańskie (deutsch Herrnprotsch auch Protsch a. d. Oder) ist ein Ortsteil von Breslau im Stadtteil Fabryczna und gehört seit 1928 zur Stadt Breslau. Er liegt 12 km nordwestlich vom Stadtzentrum links der Oder.
Die Ersterwähnung erfolgte 1318 als „Protsch“ und 1360 als „Procz“. Besitzer war seit 1542 der Breslauer Bürger Hans Colmann, der das Gut mit dem Sandberg gekauft hatte und 1552 dem Hospital Heilig-Geist in Breslau schenkte. Nach dem Ersten Schlesischen Krieg fiel Herrnprotsch mit dem größten Teil Schlesiens 1741/42 an Preußen. 1845 zählte das Dorf 84 Häuser, ein Schloss, ein Vorwerk, 527 Einwohner (92 katholisch und der Rest evangelisch), eine evangelische Pfarrkirche unter dem Patronat des Breslauer Magistrates, katholische Kirche zu Stabelwitz (Parochie Lissa), drei Brennereien, eine Ziegelei und drei Händler. Zur Gemeinde gehörte das Vorwerk Johannisberg und die Freistelle Sandberg nebst Kretscham. Die ehemals eigenständige Gemeinde gehörte zum Landkreis Breslau. 1928 erfolgte die Eingemeindung nach Breslau.
Als Folge des Zweiten Weltkriegs fiel Herrnprotsch mit dem größten Teil Schlesiens 1945 an Polen. Nachfolgend wurde es durch die polnische Administration in Pracze Odrzańskie umbenannt. Die deutschen Einwohner wurden, soweit sie nicht vorher geflohen waren, vertrieben. Die neu angesiedelten Bewohner waren teilweise Zwangsumgesiedelte aus Ostpolen, das an die Sowjetunion gefallen war.