Hewson Swift

Hewson Hoyt Swift (* 8. November 1920 in Auburn, New York (Bundesstaat); † 1. Januar 2004 in Chicago) war ein US-amerikanischer Zellbiologe und Biochemiker. Ein anerkannter Experte für Chromosomen-Strukturen und deren Funktion; mit DNA-Untersuchungen studierte er Evolutionszusammenhänge. Swift gründete 1960 mit Keith R. Porter die Amerikanische Gesellschaft für Zellbiologie. Als genetische Basiseinheit definierte er den C-Wert, der für biologische Arten jeweils deren DNA-Menge in einem haploiden Zellkern entspricht.

Leben

Der Vater von Hewson war Arthur L. Swift, Pastor. Die Mutter war Hildegarde, geborene Hoyt, Schriftstellerin.

Geboren in Auburn, einer kleinen Stadt des Bundesstaates New York, wuchs Hewson in New York City auf. Den Bachelor erreichte er 1942 im Swarthmore College im Bundesstaat Pennsylvania. Am 6. Juni 1942 heirateten Joan Woodcock und Hewson. Mit seiner Frau studierte Swift weiter an der Universität von Iowa, wo er 1945 zum Master of Science graduierte. Das Jahr darauf zog er in die Gegend von Washington, D.C., um für das Landwirtschaftsministerium als Insektenkundler zu arbeiten, wechselte aber bald als Kurator für Spinnen an das Nationalmuseum für Naturgeschichte. 1947 zog er wieder zurück nach New York, um bei Arthur Pollister und Franz Schrader seine Doktorarbeit anzufangen. Thema der Arbeit: Bestimmung der DNA-Mengen in einzelnen [Zell-] Kernen („Determining DNA amounts in single nuclei“), abgeschlossen 1950 an der in Manhattan gelegenen Columbia-Universität.

Bereits 1949 hatte Swift eine Dozentenstelle für Zoologie an der Universität von Chicago angetreten. Dort wurde er 1958 Professor; 1972–1977 übernahm er auch den Vorsitz des Biologie-Departments. Anschließend bekam er dort eine zu Ehren von George Wells Beadle gestiftete Professur für Molekulargenetik, Zellbiologie und Pathologie. 1967 wurde Swift in die American Academy of Arts and Sciences, 1971 in die National Academy of Sciences gewählt. 1985 erhielt er die E. B. Wilson Medal der American Society for Cell Biology.

Swift hinterließ seine Frau Joan, Kinderärztin an den City-Colleges in Chicago, sowie die Töchter Deirdre Anne Swift und Barbara S. Brauer.

Veröffentlichungen (Auswahl)

Ehrungen, Mitgliedschaft

Einzelnachweise

  1. ↑ Biografisches bei Prabook.
  2. ↑ Hildegarde Hoyt Swift: The railroad to freedom. Hartcourt, Brace & Co, New York 1932.
  3. ↑ Hildegarde Hoyt Swift: North star shining: A pictorial history of the American negro. W Morrow, New York 1947.
  4. ↑ Biografisches bei Prabook.
  5. ↑ Hauptquelle für die Swift-Biografie ist der Nachruf der Universität Chicago: Version vom 22. Januar 2004. → Weblinks.
  6. ↑ Book of Members 1780–present, Chapter S. (PDF; 1,5 MB) In: amacad.org. American Academy of Arts and Sciences, abgerufen am 27. November 2018 (englisch).