Er soll sich als Skalde einen Namen gemacht haben, als er ein Grablied auf König Frotho I. (Frode) dichtete: Der Sage nach wurde ihm für diese Tat die Krone angeboten, da der Erbe Frithleif (Friedleif) bereits seit Jahren nicht auffindbar war.
Durch Frithleif bei seiner Wiederkehr vom Thron vertrieben, flüchtete Hiarne auf die Insel Hjarnø, die nach ihm benannt worden sein soll.
Später soll er unter falschem Namen in den Dienst Frithleifs getreten sein, um ihm die Königswürde durch List oder Mord zu entreißen. Frithleif soll ihn schließlich im Duell getötet haben.
Rezeption
Der Sagenstoff wurde im 19. Jahrhundert verschiedentlich aufgearbeitet:
Der Sang-König Hiarne. Nordlandssage., Erzählung von Amalie Schoppe, 1828.
König Hiarne, Trauerspiel in 5 Akten von Otto vom Ravensberg [Pseudonym für Otto Jacobi (1803–1855), Obertribunalrat in Berlin], 1835.