Hilde Mollier, verheiratete Barkhausen (* 22. Juni 1876 in Triest; † 1967) war eine deutsche Physikerin.
Hilde Mollier war die Tochter des Direktors einer Schiffswerft und einer Maschinenfabrik in Triest, Eduard Mollier, und von dessen Frau Armine, geb. von Dyck. Sie besuchte die Volks- und Bürgerschule in Triest, ab 1892 erhielt sie Privatunterricht. 1897 zog sie mit ihrer Familie von Triest nach München. Dort besuchte sie eine Mathematische Sonderklasse in einem Privatgymnasium.
Als erste Frau durfte sie ab 1901 an der Technischen Hochschule München Physik-Vorlesungen besuchen. Von 1905 bis 1909 war sie dort wissenschaftliche Mitarbeiterin im Laboratorium für Technische Physik, in dem man in erster Linie Dampfdrücke erforschte. 1909 wurde ein Antrag, nachträglich Abitur zu machen, den sie in Bremen stellte, abgelehnt. Im gleichen Jahr heiratete Hilde Mollier den Physiker Heinrich Barkhausen. Zwischen 1910 und 1915 verfasste Mollier weitere Arbeiten über Dampfdrücke. Daneben übersetzte sie verschiedene physikalische Werke ins Deutsche. Eine ihrer beiden Töchter, Marlene Honrath-Barkhausen, wurde später Diplom-Physikerin.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Mollier, Hilde |
| ALTERNATIVNAMEN | Barkhausen, Hilde (Ehename) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Physikerin |
| GEBURTSDATUM | 22. Juni 1876 |
| GEBURTSORT | Triest |
| STERBEDATUM | 1967 |