Der Domherr Hillinus übergibt den Codex dem hl. Petrus.Der Evangelist Matthäus
Der Hillinus-Codex, auch Hillinus-Evangeliar, ist ein Evangeliar, das zwischen 1010 und 1020 gefertigt wurde. In Köln für den Kölner Domherren Hillinus geschrieben, ist es ein Werk im Stil der Reichenauer Schule, das möglicherweise in der SeeonerSchreibwerkstatt durch die Reichenauer Mönche Purchardus und Chuonradus geschaffen wurde, deren Namen sich als Schreibereintrag im Codex finden. Nur in dieser Quelle ist der Domherr Hillinus nachgewiesen.
Holger Simon: Architekturdarstellungen in der ottonischen Buchmalerei. Der Alte Kölner Dom im Hillinus-Codex. In: Stefanie Lieb (Hrsg.): Stil und Form. Festschrift für Günther Binding zum 65. Geburtstag. Darmstadt 2001, S. 32–44.
Anton von Euw: Der Hillinus-Codex der Kölner Dombibliothek und die Reichenauer Buchkunst. In: Heinz Finger (Hrsg.): Mittelalterliche Handschriften der Kölner Dombibliothek. Zweites Symposium der Diözesan- und Dombibliothek Köln zu den Dom-Manuskripten (1. bis 2. Dezember 2006) (= Libelli Rhenani. Band 24). Erzbischöfliche Diözesan- und Dombibliothek, Köln 2008, ISBN 978-3-939160-17-5, S. 251–300.
Jochen Hermann Vennebusch: Der „Hillinus-Codex“. Zeugnis einer Reichenauer und Seeoner Kooperation in Köln. In: Wolfgang Zimmermann, Olaf Siart, Marvin Gedigk (Hrsg.): Die Klosterinsel Reichenau im Mittelalter. Geschichte – Kunst – Architektur. Schnell & Steiner, Regensburg 2024, S. 416 f.