Himpten

Ein Himpten (auch Himten, Himbten, Himt) war ein bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts gebräuchliches Hohlraummaß für Getreide. Im Gebiet von Niedersachsen wurde das Maß auch mit Hempe, Hempte und Himpe bezeichnet. Eine geschriebene Form war Hemethe. Er entsprach meist einem halben Scheffel, also ca. 30 Liter.
Mitunter wurde er auch als Flächenmaß für Ackerflächen genutzt, hierbei war ein Himpten Acker diejenige Fläche, die mit einem Himpten Getreide besät werden konnte.

Hohlmaß

Als Hohlraummaß war ein Himpten:

Die Maßkette war aber – abweichend von der obengen. Beziehung – z. B. in Hamburg für die Waren Weizen, Roggen und Erbsen

für Gerste und Hafer rechnete man sogar

Das Spint war regional sehr unterschiedlich (von 4 4/9 Liter in Bremen bis 21 2/5 Liter im Herzogtum Holstein), so dass auch der Himpten verschiedene Werte aufwies.

Gewichtsmaß

Als Gewichtsmaß galt der Himpten nur sehr indirekt. So wusste man, dass ein Himpten Roggen zum Beispiel ca. 21,5 kg wog, Weizen ca. 13,4 kg, Gerste ca. 18,7 kg und Hafer ca. 13,6 kg.

Flächenmaß

Als Flächenmaß war der Himpten oft ein halber Morgen, ca. 25 ar.

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. ↑ Johann Christoph Adelung: Himten, der. In: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart. 2. Auflage. Band 2: F–L. Breitkopf, Leipzig 1796, S. 1180 (Digitalisat. zeno.org).
  2. ↑ Bekanntmachung, die Umrechnung der bisherigen Landes-Maaße und Gewichte auf das metrische System betreffend. Braunschweig, den 5. August 1869. In: Gesetz- und Verordnungssammlung, 1869, Nr. 25.
  3. 1 2 3 Georg Thomas Flügel: Cours-Zettel fortgeführt als Handbuch der Münz-, Maß-, Gewichts- und Usancenkunde. Verlag Jägersche Buch-, Papier- und Landkartenhandlung, Frankfurt am Main 1859, S. 68.
  4. ↑ Johann Friedrich Krüger: Vollständiges Handbuch der Münzen, Maße und Gewichte aller Länder der Erde. Verlag Gottfried Basse, Quedlinburg / Leipzig 1830, S. 296.