| Hiroshimapark | |
|---|---|
| Blick vom Rathausturm auf den Hiroshimapark | |
| Basisdaten | |
| Ort | Kiel |
| Ortsteil | Damperhof |
| Angelegt | 1934 |
| Neugestaltet | 1987 |
| Umgebende Straßen | Rathausstraße, Fleethörn, Lorentzendamm |
| Bauwerke | Bismarck-Denkmal, Gedenkstein für Sinti und Roma |
| Nutzung | |
| Nutzergruppen | Fußgänger, Freizeit |
| Technische Daten | |
| Parkfläche | ca. 16.000 m² |
Der Hiroshimapark ist eine Grünfläche im Zentrum der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt Kiel. Er liegt zwischen dem Rathaus und dem Kleinen Kiel und erinnert an den ersten Abwurf einer Atombombe auf die japanische Stadt Hiroshima am 6. August 1945.

Die Grünfläche wurde 1934 in Erinnerung an den ehemaligen deutschen Reichskanzler Otto von Bismarck als Bismarckanlagen angelegt. Der Kieler Polizeipräsident genehmigte den Namen am 18. Mai 1934. Vor dem Hintergrund der Stationierung amerikanischer Nuklearwaffensysteme in Deutschland 1983–1986 und auf Beschluss der Kieler Ratsversammlung vom 21. Mai 1987 wurde der Name in Hiroshimapark geändert. Auf dem nordwestlichen Teil des Geländes der heute rund 16.000 m² großen Parkanlage stand am Lorentzendamm von 1868 bis zur Zerstörung 1944 die Kieler Gelehrtenschule. Von 1950 bis 2002 befand sich im Park die Sandsteinskulptur Die Schlummernde von Richard Engelmann, die inzwischen wieder an ihren ursprünglichen Standort im Schrevenpark zurückversetzt ist, wo sie seit 1926 gestanden hatte. Seit 1986 findet im Park jedes Jahr am 6. August eine Gedenkstunde zur Erinnerung an den Atombombenabwurf in Hiroshima statt.
Koordinaten: 54° 19′ 26,4″ N, 10° 7′ 55,6″ O