Hirschkarkogel

Hirschkarkogel
Gipfelkreuz am Hirschkarkogel
Gipfelkreuz am Hirschkarkogel
Höhe 2003 m ü. A.
Lage Land Salzburg, Österreich
Gebirge Goldberggruppe
Koordinaten 47° 6′ 1″ N, 13° 6′ 18″ OKoordinaten: 47° 6′ 1″ N, 13° 6′ 18″ O
Hirschkarkogel (Land Salzburg)
Hirschkarkogel (Land Salzburg)

Der Hirschkarkogel (auch Hirschkarköpfl) ist ein 2003 m ü. A. hoher Vorgipfel des Zitterauer Tischs in der Goldberggruppe der Zentralalpen im österreichischen Bundesland Salzburg.

Lage und Umgebung

Der Hirschkarkogel befindet sich in der Katastralgemeinde Böckstein der Gemeinde Bad Gastein. Am Gipfelkreuz ist eine Gedenktafel für drei Mitglieder der Alpingendarmerie angebracht, die in Bergen außerhalb Gasteins verunglückten. Richtung Westen verläuft ein Grat auf den 2410 m ü. A. hohen Tischkogel. Zwei Almen am Hirschkarkogel sind die Obere Zitteraueralm nordöstlich des Gipfels und die Böckfeldalm an den südlichen Hängen. Nördlich des Gipfels fließt der Hirschkarbach, ein linksseitiger Nebenbach der Gasteiner Ache. Die kleinen Bäche Acherachrunse 1, Acherachrunse 2, Acherachrunse 3, Hirschkarkogelrunse 1, Hirschkarkogelrunse 2 und Hirschkarkogelrunse 3 haben ihren Ursprung an den Hängen.

Geologie

In geologischer Hinsicht ist der Hirschkarkogel von Granitgneis und Orthogneis des Tauernfensters (Penninikum) geprägt. An den nordwestlichen Hängen findet sich glaziales (Moränen) und periglaziales klastisches Sediment.

Fauna und Flora

Die Rotwild-Ruhezone Böckfeldalm an den südlichen Hängen darf von 1. November bis 31. Mai nicht betreten werden. Bei einer Erhebung der Vogelarten des Gasteinertals in den 1980er Jahren wurde in der Gegend des Hirschkarkogels das Steinhuhn (Alectoris graeca) als möglicher Brutvogel beobachtet.

Rund um den Gipfel erstreckt sich ein Latschen-Buschwald. Im Bereich der mittleren Hirschkarkogelrunse 1 liegt Grünerlen-Buschwald. Am Fuß des Hirschkarkogels bei der Gasteiner Ache finden sich mehrere Grauerlen-Hangwälder.

Commons: Hirschkarkogel – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. 1 2 3 4 5 6 SAGIS (Salzburger Geographisches Informationssystem). Land Salzburg, abgerufen am 17. Juli 2025.
  2. ↑ Anton Ernst Lafenthaler: Menschenwerke: Gedenkstätten – Verunglückte Bergfreunde. In: Gastein im Bild. Abgerufen am 17. Juli 2025.
  3. ↑ Statistik Austria (Hrsg.): Ortsverzeichnis Salzburg 2001. Verlag Österreich, Wien 2004, ISBN 3-902452-44-7, S. 79 (statistik.at [PDF; 4,0 MB; abgerufen am 17. Juli 2025]).
  4. ↑ Susanne Stadler, Norbert Winding: Die Vogelarten des Gasteinertales. In: Vogelkundliche Berichte und Informationen – Land Salzburg. Nr. 108, 1986, S. 15 (zobodat.at [PDF; 13,4 MB; abgerufen am 17. Juli 2025]).