
Der Hirschpark ist ein 24,5 ha großer Landschaftsgarten im Hamburger Stadtteil Nienstedten. Er steht unter Landschaftsschutz und ist Bestandteil des Elbufer-Schutzgebietes von Altona bis Rissen.
Der Park liegt in Dockenhuden, zwischen Nienstedten und Blankenese im Hamburger Westen. Er wird im Norden von der Elbchaussee, im Osten von den Häusern der Straße ln de Bost, im Süden von der Elbuferkante und im Westen teilweise von Bebauung und teilweise von der Straße Mühlenberg begrenzt.
Der Park gehört zur Altonaer Geest. Prägend ist seine Lage am hohen Elbufer mit seinem etwa 120 m breiten und steilen Hang mit 30 m Höhenunterschied bis zum Elbufer. Er besteht zur Hälfte (11,2 ha) aus Buchenwald. Das von 1860 bis 2026 bestehende Damwildgatter nahm 2,8 ha Weiden und Waldflächen ein. Die Wiesen- und Rasenflächen nehmen 7,4 ha ein, mit der größten Fläche zwischen ehemaligem Hirschgehege und Bergahorn.
Die Geschichte der Umgebung des Hirschparks wurde im 19. Jahrhundert von Lappenberg und Ehrenberg beschrieben. Der Kaufmann Cesar Godeffroy (1742–1818) erwarb im Oktober 1786 die Besitzung aus dem Nachlass von Johann Berend Rodde (1720–1786), Kaufmann in Reval, Händler von und mit Russland. Er hatte einen 7/4 Bauhof von Peter Diedrich Tönnies und 1 1/2 von Heitmann und Eggerstedt dazugekauft. So war es damals das größte Landgut in der Gegend.
Die Parkanlage, die damals „Godeffroy’s Park“ hieß, wurde im Laufe der Jahre mehrfach umgestaltet. Teile wie die beiden Schaugärten im französischen Stil stammen aus der Zeit um 1855 und wurden mit Stauden nach historischem Vorbild bepflanzt. Der originale Brunnensockel in der Mitte des Antiken Gartens wurde 2011 vom Nienstedtener Bildhauer Jörn Lissow zu einer Brunnenanlage ausgebaut. Aus dem frühen 19. Jahrhundert stammen die für einen Landschaftsgarten typischen Elementen mit geschwungenem Wegesystem verbundener weiter Wiesenflächen, Baumgruppen, kleiner Waldbereiche und Solitärbäumen wie Stieleichen und Bergahorn und exotischen Pflanzen wie Azaleen und Rhododendren, sowie dem Aussichtsplatz auf die Elbe am Geesthang. Die mehrfach zu lesende Feststellung, die vierreihige Lindenallee stamme aus der Zeit des Vorbesitzers A. Oldehorst ab 1620, ist bisher ohne Beleg. In dem 1860 von Cesar Godeffroy (1813–1885) angelegten Damwildgatter, von dem der Park seinen heutigen Namen „Hirschpark“ ableitet, kann man Wasservögel und Pfauen beobachten.
Im Jahr 1891 wurden der Park und Gebäude an den Kaufmann Ernst August Wriedt verkauft, 1921 an Ferdinand Nather. 1924 erwarb die Gemeinde Blankenese die Flächen, und 1927 machte die Stadt Altona sie der Öffentlichkeit ständig zugänglich. Bereits ab den 1860er Jahren war der Park für Jedermann reguliert zugänglich. Mit der Eingemeindung Altonas ging der Hirschpark 1938 in den Besitz der Stadt Hamburg über.
Im Januar 2026 schloss das Bezirksamt Altona das Hirschgatter aus Gründen des Tierschutzes.
Bis zum Jahr 1896 wurde im Zusammenhang mit dem Park vom „Godeffroy'schen Park“ oder „Godeffroy's Park“ geschrieben oder gesprochen und bis ca. 1924 nach dem Besitzerwechsel vom „Wriedt'schen Park“ oder „Wriedt's Park“. Seit der Übernahme durch die Verwaltung der Gemeinde Blankenese spricht man vom „Hirschpark“.

Am 23. Oktober 2020 wurde ein rund 270 Jahre alter Berg-Ahorn (Acer pseudoplatanus) mit einem Stammumfang von 5,55 Metern als sechster Nationalerbe-Baum Deutschlands ausgezeichnet. Er befindet sich in der Nähe des Tennisplatzes.

Innerhalb des Hirschparks stehen das um 1792 errichtete Landhaus J. C. Godeffroy und ein um 1800 erbautes reetgedecktes Haus, das sogenannte „Kavaliershaus“. Von 1950 bis zu seinem Tode 1959 wurde es von Hans Henny Jahnn bewohnt. An ihn erinnern eine Tafel mit Relief sowie ein Findling. Dessen Räumlichkeiten dienen heutzutage als Gasthaus Witthüs. Ein ehemals um 1835 erbautes Gärtnerhaus, dessen Äußeres stark verändert wurde, ist nicht mehr Bestandteil.
Koordinaten: 53° 33′ 28,8″ N, 9° 49′ 26,2″ O