
Eine Gedenktafel ist eine häufig aus Stein oder Metall gefertigte Tafel o. ä. zum Gedenken an eine Persönlichkeit, ein historisches Ereignis oder als Mahnmal in Form einer Mahntafel.
Die ältesten Gedenktafeln waren Epitaphe oder, wie die des Bischofs Bernward von Hildesheim, Fürbittaufforderungen im Kontext des Memorialwesens – oft beides zugleich. Auch Steinkreuze als primär religiöse Denkmäler wurden oft zur Erinnerung an eine Person aufgestellt, etwa an der Stelle, wo sie durch einen Unfall oder Mord zu Tode gekommen war. Damit bezeichneten sie zugleich das Ereignis und erinnerten daran.
Seit Beginn des bürgerlichen Zeitalters werden Gedenktafeln für herausragende Persönlichkeiten an den Häusern angebracht, in denen sie geboren wurden oder wohnten. Beispielsweise besitzt Carl Friedrich Gauß in Göttingen drei Gedenktafeln. Sie können aber auch allgemein an Gebäuden wie Arbeitsstätten oder an von Menschen geschaffenen Bauwerken wie Straßen, Tunnel, Brücken, Kanälen, Staumauern, Türmen, Kirchen sowie an Straßennamensschildern oder Friedhöfen angebracht sein.
Verschiedene Städte haben eigene Serien von Gedenktafeln, die einheitlich gestaltet sind und offiziell von der Stadt angebracht werden: