Holger Michael Klein (* 4. März 1938 in Dresden; † 2024) war ein deutscher Anglist und Hochschullehrer.
Holger M. Klein war das vierte Kind des Pfarrers und Mitgründers der Christengemeinschaft Gerhard Klein (1902–1980) und dessen Frau Elisabeth (1901–1983), geb. von Staudt, einer Gründerin der Dresdner Waldorfschule. Nach zeitweiliger Inhaftierung wurden seine Eltern mit Berufs- und Schreibverbot 1942 aus Dresden ausgewiesen. Die Familie zog nach Amrigschwand im Südschwarzwald. Klein besuchte Schulen in Basel, München und Hannover und studierte Anglistik. 1970 wurde Klein an der Universität München mit einer Dissertation über Das weibliche Portrait in der Versdichtung der englischen Renaissance zum Dr. phil. promoviert. Von 1970 bis 1990 lehrte er Vergleichende Literaturwissenschaft an der University of East Anglia in Norwich. Nach einem Jahr an der Universität von Poitiers wurde er 1991 an die Universität Salzburg berufen. 2004 wurde er emeritiert.
Seine Forschungsschwerpunkte waren die frühneuzeitliche Literatur bis ins 18. Jahrhundert, Kriegsliteratur sowie Theorie und Praxis der Übersetzung. Klein übersetzte Shakespeares Hamlet und Much ado about nothing sowie Heinrich IV., Teil 1 und Heinrich IV., Teil 2 für Reclams Universal-Bibliothek.
Klein gründete 1993 die AAUTE (Austrian Association of University Teachers of English / Österreichische Gesellschaft der Universitätslehrerinnen und Universitätslehrer für Anglistik und Amerikanistik), zusammen mit Herbert Schendl, und fungierte bis 1998 als deren Präsident.
Klein war seit 1967 verheiratet mit Dorothea, geb. Souchay (* 1939 in Stuttgart), einer Tochter des Komponisten Marc-André Souchay.
| Personendaten | |
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| NAME | Klein, Holger Michael |
| ALTERNATIVNAMEN | Klein, Holger M.; Klein, Holger |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Anglist und emeritierter Hochschullehrer |
| GEBURTSDATUM | 4. März 1938 |
| GEBURTSORT | Dresden |
| STERBEDATUM | 2024 |