| Holl-Insel | ||
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| Gewässer | Vincennes Bay | |
| Inselgruppe | Windmill-Inseln | |
| Geographische Lage | 66° 24′ 45″ S, 110° 24′ 30″ O | |
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| Länge | 3,4 km | |
| Breite | 1,8 km | |
| Fläche | 4,5 km² | |
| Höchste Erhebung | 96 m | |
| Einwohner | unbewohnt | |
Die Holl-Insel ist die südwestlichste der antarktischen Windmill-Inseln. Sie liegt in der Vincennes Bay an der Budd-Küste des ostantarktischen Wilkeslands.
Die Felseninsel ist von annähernd dreieckiger Form und etwa 4,5 km² groß. Sie ist bis zu 90 m hoch, mit steilen Kliffs an ihrer Nordwestküste. Die Insel ist nicht vergletschert, und im Sommer gibt es einige kleinere Seen. Unmittelbar östlich der Holl-Insel liegen die Werlein- und die O’Connor-Insel, nördlich – getrennt durch die Hiegel-Passage – die Ardery-Insel. 14 Kilometer nördlich befindet sich die Casey-Station.
Das Klima auf der Holl-Insel entspricht etwa dem der Casey-Station auf der Bailey-Halbinsel. Die Mitteltemperaturen betrugen zwischen 1957 und 1983 0,3 °C im wärmsten und −14,9 °C im kältesten Monat. Die durchschnittliche Jahrestemperatur lag bei −9,3 °C. Die jährliche Niederschlagsmenge betrug 195 mm. An durchschnittlich 96 Tagen traten Orkanböen auf.
Auf der Insel brüten zahlreiche Meeresvögel. Zu nennen sind der Adeliepinguin, der Schneesturmvogel, der Kapsturmvogel, die Antarktikskua, die Buntfuß-Sturmschwalbe und der Silbersturmvogel. In den Gewässern um die Insel wurden Weddellrobben, Seeleoparden und Südliche See-Elefanten beobachtet.
BirdLife International weist die Holl-, die Werlein- und die O’Connor-Insel gemeinsam als Important Bird Area (AQ144) aus.
Die Insel wurde 1947/48 im Zuge der Operation Windmill, einer Forschungs- und Trainingsmission der United States Navy, kartographiert und nach Richard C. Holl (1910–2004), einem Mitglied dieser Mission, benannt.