Holocrinus

Holocrinus
Zeitliches Auftreten
Olenekium, Trias bis Ladinium, Trias
Fundorte
  • Europa, Asien und Nord-Amerika
Systematik
Stamm: Stachelhäuter (Echinodermata)
Klasse: Seelilien und Haarsterne (Crinoidea)
Unterklasse: Articulata
Ordnung: Holocrinida
Familie: Holocrinidae
Gattung: Holocrinus
Wissenschaftlicher Name
Holocrinus
Wachsmuth & Springer, 1886
Arten
  • Holocrinus acutangulus (von Meyer, 1847)
  • Holocrinus beyrichi (Picard, 1883)
  • Holocrinus cisnerosi Schmidt, 1935
  • Holocrinus doreckae Hagdorn, 1983
  • Holocrinus dubius (Goldfuss, 1831)
  • Holocrinus meyeri Hagdorn & Gluchowski, 1993
  • Holocrinus smithi (Clark, 1915)
  • Holocrinus wagneri (Benecke, 1887)

Holocrinus Wachsmuth & Springer, 1886, ist eine Gattung der zum Stamm der Stachelhäuter (Echinodermata Bruguière, 1791 [ex Klein, 1734]), der Klasse der Seelilien (Crinoidea Miller, 1821) und der Unterklasse Articulata Zittel, 1879, gehörenden Ordnung Holocrinida Jaekel, 1918. Das Vorkommen der Gattung Holocrinus ist bisher vom Olenekium bis einschließlich Ladinium von Europa, Asien und Nordamerika belegt.

Taxonomie

Gattung Holocrinus Wachsmuth & Springer, 1886

Beschreibung

Der Kelch besteht von außen betrachtet aus zwei Basalkränzen, wobei der obere vergleichsweise hoch und beide nach innen sehr verdickt sind. Darauf folgt ein Radialkranz, über dem der Kelch eingeschnürt ist. Die Arme sind einzeilig. Die Nodalglieder im Stiel tragen zwei bis fünf Cirren, die zur Verankerung und vermutlich auch zur Atmung dienten. Die Kelchdecke besteht zentral aus größeren und peripher aus kleineren Platten, die zum Teil gekörnelt sind.

Lebensbild von triassischen Seelilien der Ordnung Holocrinida, Museum Terra Triassica Euerdorf. Modell: Sebastian Brandt

Lebensweise

Holocriniden waren nicht wie viele andere Seelilien (Encrinida) mit einer Haftscheibe am Meeresboden festgewachsen, sondern konnten sich mit ihren Cirren aktiv am Untergrund oder auch an byssustragenden Muscheln festkrallen, diese Verankerung jedoch auch wieder lösen und ihren Lebensort eigenständig wieder wechseln. Nach Tomasz Baumiller und Hans Hagdorn (1995) hatten die Holocriniden wie ihre Nachfahren, die heute noch in der Tiefsee lebenden Isocriniden, in ihrem Stiel unter den Nodalgliedern Sollbruchstellen, an denen der Stiel so abgeworfen werden konnte, dass das Tier sich mit seinem endständigen Cirrenkranz leicht wieder verankern konnte.

Arten

Literatur