

Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (kurz shz Verlag) mit Sitz im Flensburger Stadtteil Mürwik ist das auflagenstärkste Verlagshaus Schleswig-Holsteins. Zum Portfolio gehören 15 Tageszeitungen, die zusammen eine verkaufte Auflage von 120.907 Exemplaren erzielen. Am 5. November 2007 startete der Verlag als erster der Tageszeitungsverlage in Schleswig-Holstein ein täglich gepflegtes Internetportal. Im Jahr 2005 erhielt der Verlag den Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung. Am 18. März 2005 übernahm der shz Verlag die Schweriner Volkszeitung und die Norddeutschen Neuesten Nachrichten aus Rostock von Hubert Burda Media. Seit 2016 gehört die hinter dem Verlag stehende medien holding:nord gmbH zur Mediengruppe NOZ/mh:n MEDIEN. 2024 hat die Unternehmensgruppe NOZ/mh:n MEDIEN den Zeitungsverlag Schwerin GmbH & Co. KG an den Schwäbischen Verlag (SV Gruppe) verkauft.
Der shz Verlag ist, ebenso wie die A. Beig Druckerei in Pinneberg, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der medien holding:nord gmbH mit Sitz in Flensburg. Diese hält außerdem eine Beteiligung als größter Einzelgesellschafter mit 20,1 Prozent an der Regiocast, die wiederum an zahlreichen Tochtergesellschaften zum Betrieb regionaler Radioprogramme beteiligt ist. Am 24. Februar 2016 wurde bekannt, dass das Unternehmen NOZ Medien die medien holding:nord gmbH übernehmen wird. Das Bundeskartellamt erteilte am 7. April grünes Licht für die Fusion.
Der shz Verlag firmiert als „Schleswig-Holsteinischer Zeitungsverlag GmbH & Co. KG“ und ist eine Kommanditgesellschaft, deren persönlich haftende Gesellschafterin die medien holding:nord gmbh mit Sitz in Flensburg ist. Geschäftsführer sind Stefan Berthold, Jens Wegmann und Paul Wehberg. Herausgeber sind Werner F. Ebke und Jan Dirk Elstermann. Chefredakteure sind Gerrit Bastian Mathiesen und Jan Schönstedt.
Dem shz gehören folgende Zeitungen an:
| Ausgabe | Region | Auflage | Auflagenquelle | Gründungsdatum | Beitrittsdatum |
|---|---|---|---|---|---|
| Eckernförder Zeitung | Eckernförde | 3.504 | IVW 2/2026, Mo–Sa | 1851 | 2004 |
| Flensburger Tageblatt | Flensburg | 12,946 | IVW 2/2026, Mo–Sa | 1865 | Gründungsmitglied des sh:z |
| Holsteinischer Courier | Neumünster | 5.362 | IVW 2/2026, Mo–Sa | 1872 | 2001 |
| Husumer Nachrichten | Husum | IVW 2/2026, | 1873 | 1970 | |
| Der Insel-Bote | Föhr, Amrum, Halligen | 1.186 | IVW 2/2026, Mo–Sa | 1880 | 1954 |
| Schleswig-Holsteinische Landeszeitung | Rendsburg | 9.388 | IVW 2/2026, Mo–Sa | 1807 | 1986 |
| Norddeutsche Rundschau | Kreis Steinburg ohne die Wilstermarsch | 8.123 | IVW 2/2026, Mo–Sa | 1817 | |
| Nordfriesland Tageblatt | Niebüll | IVW 2/2026, | 1879 | 1970 | |
| Ostholsteiner Anzeiger | Kreise Ostholstein und Plön | 2.317 | IVW 2/2026, Mo–Sa | 1802 | 2001 |
| Schleswiger Nachrichten | Schleswig | IVW 2/2026, | 1812 | Gründungsmitglied des sh:z | |
| Schlei-Bote | Kappeln, Angeln, Schwansen | IVW 2/2026, | 1864 | 1986/1987 | |
| Stormarner Tageblatt | Kreis Stormarn | 1.910 | IVW 2/2026, Mo–Sa | 1839 | 1993 |
| Sylter Rundschau | Sylt | 2.163 | IVW 2/2026, Mo–Sa | 1865 | 1971 |
| Wilstersche Zeitung | Wilstermarsch | 17,573 | laut sh:z, zweites Quartal 2009 | 1890 | 1999 |
| Glückstädter Fortuna | Glückstadt | Keine Angaben mehr erhältlich (zuletzt 2.524 im Quartal 2/2014) | 1740 | bis 1969, seit 2014 |

(Quelle: )

Ursprünglich sollte das Rendsburger Druckzentrum im Jahr 2000 auf der gegenüber liegenden Straßenseite erweitert und mit einer Brücke verbunden werden, aber die Stadt Rendsburg lehnte dies ab. Im Oktober 2001 wurde das Druckzentrum unter anderem wegen der fehlenden Genehmigung schließlich unter heftiger Kritik von Rendsburg nach Büdelsdorf verlegt, wo seitdem täglich Tageszeitungen gedruckt werden. Gedruckt wird in der Reihenfolge der geografischen Entfernung zu Büdelsdorf, beginnend mit den Ausgaben der nordfriesischen Inseln. Daraus ergibt sich mitunter eine unterschiedliche Aktualität des eigentlich identischen Mantelblattes, da bei bestimmten spätabendlichen Ereignissen lediglich die Ausgaben aktualisiert werden können, deren Druck noch aussteht.
Die geschlungene Form des Gebäudes soll an die Vorgänge während des Zeitungsdrucks erinnern, in denen das Zeitungspapier durch verschiedene Walzen geführt wird.
2008 sprach der Deutsche Presserat eine öffentliche Rüge gegen die Schleswiger Nachrichten wegen Verstoßes gegen den Pressekodex aus. In der Berichterstattung über einen Kommunalpolitiker hatte die Zeitung nach Feststellung des Presserats gegen die journalistische Sorgfaltspflicht verstoßen, indem sie falsche Informationen ungeprüft verbreitet hatte.
Während des Bundes- und Landtagswahlkampfes 2009 wurde von Seiten der Piratenpartei und der Freien Wähler behauptet, dass die Chefredaktion über eine so genannte Stallorder die Berichterstattung über die im Parlament nicht vertretenen Parteien (mit Ausnahme der Linkspartei) sämtlichen dem shz Verlag gehörenden 15 Tageszeitungen verbietet.
Freie Wähler und Piraten protestierten gegen dieses Vorgehen in einer gemeinsamen Presseerklärung. Dabei verurteilten beide Parteien das Verhalten des Verlages und forderten diesen auf, sich zu verpflichten, die Bürger in all seinen Zeitungen umfassend und vollständig über ihre Wahlmöglichkeiten zu informieren. Des Weiteren forderten sie ihre
„vom undemokratischen Verhalten des sh:z ohne eigene Schuld begünstigten Mitbewerber – namentlich CDU, SPD, FDP, GRÜNE, SSW und LINKE – dazu auf, ihrer gesamtpolitischen Verantwortung gerecht zu werden und die Teilnahme an Pressegesprächen des sh:z so lange zu verweigern, bis auch in Schleswig-Holstein die ‚vierte Macht im Staat‘ wieder von demokratischen Grundprinzipien getragen wird.“
Der Direktkandidat der Freien Wähler Helmut Andresen informierte in einem Brief die Wahlkampfbeobachter der OSZE über den Vorgang.
Koordinaten: 54° 48′ 49,3″ N, 9° 27′ 59,4″ O