Hommel lautet die nach dem Herausgeber Günter Hommel (1925–2009) geprägte Kurzbezeichnung des Handbuchs der gefährlichen Güter des wissenschaftlichen Springer-Verlags.
Im „Hommel“ werden rund 4100 Chemikalien erfasst und nach einem einheitlichen Muster auf Merkblättern die Gefahren, die Handhabung und Verhaltensregeln bei Freisetzung beschrieben. Die Merkblätter sind als Loseblattsammlung sowie auf Datenträger lieferbar. Das Gesamtwerk wird laufend aktualisiert.
Anhand des sogenannten „Gefahrendiamanten“, eines Symbols, das sich auf jedem Merkblatt findet, ist es möglich, einen schnellen, groben Überblick über die Feuergefahr, Gesundheitsgefahr und die Reaktionsgefahr eines jeden gelisteten Stoffes zu erhalten. Ferner ist anhand eines Symbols erkennbar, ob der Stoff in gefährlicher Weise mit Wasser reagiert. Anhand des Hazchem-Codes ist relativ schnell und einfach erkennbar, welche Schutzstufe bei der Schutzbekleidung notwendig ist und ob der Stoff eher eingedeicht oder verdünnt werden sollte. Farblich unterteilt findet man auf dem Stoffmerkblatt in roter Farbe die Hinweise für die Brandbekämpfung. In blauer Farbe findet man Hinweise für den behandelnden (Not-)Arzt.
Ursprünglich wurde das Werk zur Verwendung bei der Wasserschutzpolizei erstellt. Inzwischen gehört es jedoch zur Standardbeladung der Gerätewagen Gefahrgut (GW-G) der Feuerwehren.
Alternative Informationsquellen zu Gefahrstoffen sind: ERI-Cards, Gefahrstoffschlüssel, MEMPLEX, Chemis sowie die GGDAT.
Das gedruckte Werk besteht aus 10 Bänden:
Hinzu kommen Gruppenmerkblätter, Erläuterungen, Synonymlisten und eine Beschreibung der Transport- und Gefahrenklassen. Außerdem sind die Daten elektronisch als Einzelplatz- und Netzwerkversion verfügbar.