
Hopffgarten (später auch Hopfgarten) ist der Name eines weit verzweigten alten thüringischen Adelsgeschlechts.
Eine Burgstelle im gleichnamigen Dorf Hopfgarten im thüringischen Kreis Weimarer Land liegt in der Niederung der Gramme und gilt als Stammsitz der ab 1247 genannten Herren von Hopfgarten. Erster urkundlich erwähnter Angehöriger des Geschlechts ist Siffrid de Hoppengarten, der 1262 zuerst erscheint, mit dem auch die Stammreihe beginnt. Die Burg soll jedoch bereits 1303 im Krieg Erfurts mit dem Landgrafen Albrecht zerstört worden sein.
Die als landgräfliche Gefolgsleute auftretende Familie wurde dann offenbar mit Gütern im Raum Schlotheim und Mülverstedt entschädigt. 1425 kaufte Friedrich von Hopfgarten Stadt und Schloss Schlotheim vom Grafen Heinrich von Schwarzburg. Die Herren von Hopfgarten bildeten in diesem Gebiet am Hainich und östlich der Hörselberge einen Grundherrschafts- und Gerichtsbezirk heraus. Schlotheim gehörte ab 1571 zu Schwarzburg-Sondershausen und ab 1599 zu Schwarzburg-Rudolstadt.
1768 ließ Maximilian Ernst von Hopffgarten die Schlotheimer Burg abreißen und an ihrer Stelle 1773–1777 ein Barockschloss errichten. Georg Wilhelm von Hopffgarten wurde am 31. Juli 1790 im kursächsischen Reichsvikariat in den Reichsgrafenstand erhoben. Die gräfliche Linie ist 1944 im Mannesstamm erloschen. Ein Zweig der Schlotheimer Linie ließ sich in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts in Mecklenburg nieder; der Hofjägermeister Gideon Helmuth Ernst von Hopffgarten auf Gustävel (heute Ortsteil von Kuhlen-Wendorf) wurde 1790 in den mecklenburgischen Adel rezipiert.

Neben Nazza mit Burg Haineck trat die Familie als adeliger Grund- und Gerichtsherr in den Orten Craula, Ebenshausen, Frankenroda, Hallungen, Lauterbach, Neukirchen sowie in Mülverstedt, Mechterstädt, Ebenheim, Weingarten und Burla in Erscheinung. 1714 verkauften die Herren von Teutleben das Dorf Laucha an Georg Friedrich von Hopfgarten. Die Besitzungen im Herzogtum Sachsen-Gotha bildeten das „Hopffgartensche Gericht“.
Ein Friedrich Wilhelm von Hopfgarten war 1777 bis 1787 kurfürstlich-sächsischer Oberforstmeister im Jagdschloss Grillenburg, inmitten des Tharandter Waldes bei Dresden, wo noch ein Schlussstein von 1779 mit seinen Initialen im Schlosshof zu finden ist.
Im Einschreibebuch des Klosters Dobbertin befinden sich zwei Eintragungen von Töchtern der Familie des Hofjägermeisters von Hopffgarten aus Gustävel aus den Jahren von 1790 bis 1805 zur Aufnahme in das dortige adelige Damenstift. Das Wappenschild der am 8. Juni 1870 in Dobbertin verstorbenen Susanne Sophie Charlotte Elisabeth von Hopffgarten mit dem Allianzwappen hängen auf der Nonnenempore in der Klosterkirche.
