3D-Bild Digitales Geländemodell HopperodeDas Fachwerkhaus wurde um 1900 in Hopperode abgerissen und als Doppelhaus am Ende des Dorfes Wernrode in der Waldstraße 59 und 59A „Am Japan“ wieder aufgebaut.Doppelhaus am Ende des Dorfes Wernrode, Gutshaus von Hopperode
Hopperode wurde, wie Wernrode und Hainrode, vermutlich im 9. Jahrhundert gegründet und Sitz eines Lehngutes mit Kapelle.
Erste urkundliche Erwähnungen finden sich laut ältestem Walkenrieder Urkundenbuch wie folgt:
1. Juni 1246 Hoborgerode
21. August 1273 Hoburgerode
27. Januar 1278 Hoborgerod
1415 Heinrich Eberschwin aus Großfurra verkaufte Johansen von Fronrode, Vikar zu Jechaburg, Land zu Hopelingerode
Familie von Wurmb aus Großfurra ab 1440
1489 war Hopperode bereits eine Wüstung, als Lutze von Wurmb aus Großfurra vom Kurfürst und Erzbischof Berthold von Mainz damit belehnt wurde. Lutze von Wurmb hat das Gut von seinem Schwiegervater Berthold von Werther, Burgmann zu Straußberg, erhalten, als er dessen Tochter Margaretha 1440 heiratete.
1506 gehörte die Kapelle zu „Hoppelingerode, Hoppelrode“ zur Jechaburg
1726 wurde auf der Wüstung ein Vorwerk errichtet. Es entstanden ein Wohnhaus, ein Arbeiterhaus, ein Stall und eine Scheune. Es soll noch einen Kirchturm mit Friedhof gegeben haben.
1730 fand eine Grenzbegehung durch Appellationsrat und Kreisamtmann Johann Christoph Zeumer statt, um sich über die strittigen Grenzen zu informieren. Er entschied, dass Hopperode zu Großfurra gehören soll.
Karl Friedrich Ernst von Wurmb * 4. Juli 1769 in Hopperode; † 22. November 1828 in Sondershausen
Familie von Bila aus Wernrode ab 1777
14. November 1777 verkaufte Friedrich Ernst von Wurmb Hopperode für 6000 Reichstaler an die Brüder Wilhelm August von Bila aus Wernrode und Georg Carl von Bila († 1799) aus Uthleben, die es schon längere Zeit gepachtet hatten.
1840 Hauptmann Johann Friedrich von Biela, Hopperode wurde zum Ortsteil von Wernrode
1846 Hopperode, Hausanzahl: 1, Volksmenge 2
Familie von Klatte aus Wernrode ab 1855
21. Mai 1855 Kaufvertrag zum Rittergut Wernrode und des adeligen Gutes Hopperode zwischen Maximilian Eugen von Klatte Premierlieutenant a.D. und den Erben des Hauptmanns Johann Friedrich von Biela.
1858 Hopperode, Hausanzahl: 1, Volksmenge 2
1859 Hopperode, Hausanzahl: 1, Volksmenge 5
Die nicht mehr benutzen Gutsgebäude verfielen allmählich. Nachdem im leerstehenden Wohnhaus immer wieder durchziehende Fremde übernachtet hatten, wurde das Fachwerkhaus um 1900 abgerissen und als Doppelhaus am Ende des Dorfes Wernrode in der Waldstraße 59 und 59A „Am Japan“ wieder aufgebaut.
Lehnakten
1555–1696 Lehnsakte über Hopperode
1699–1735 Lehnsakte über Hopperode
1736–1737 Das Gut Hopperode
1743–1765 Das Gut Hopperode
1768–1783 Lehnsakte über Hopperode
1819–1826 Lehn über das Gut Hopperode („Hoppenroda“), ehedem kurmainzisches Lehn
Heutiger Zustand
Die Wüstung ist als Waldinsel frei zugänglich. Ein sogenannter Vorspannort hieß Tater Christian.
Persönlichkeiten
Anna Magdalena Francke, geb. von Wurmb (1670–1734)