Hopperode

3D-Bild Digitales Geländemodell Hopperode
Das Fachwerkhaus wurde um 1900 in Hopperode abgerissen und als Doppelhaus am Ende des Dorfes Wernrode in der Waldstraße 59 und 59A „Am Japan“ wieder aufgebaut.
Doppelhaus am Ende des Dorfes Wernrode, Gutshaus von Hopperode

Hopperode ist eine Wüstung in der Gemarkung Wernrode und Kleinfurra am Rande der Hainleite unterhalb von Feuerkuppe und Sargberg im Gebiet der Landgemeinde Stadt Bleicherode im Landkreis Nordhausen.

Geographische Lage

Alte Flurstücknamen von Wernrode und Kleinfurra lauten Hopperoder Garten, Hopperoder Wald, Hinter Hopperode und Unter Hopperode.

Wolkramshausen Kleinfurra
Wernrode Kompassrose, die auf Nachbargemeinden zeigt Großfurra
Straußberg

Geschichte

Hopperode wurde, wie Wernrode und Hainrode, vermutlich im 9. Jahrhundert gegründet und Sitz eines Lehngutes mit Kapelle.

Erste urkundliche Erwähnungen finden sich laut ältestem Walkenrieder Urkundenbuch wie folgt:

Familie von Wurmb aus Großfurra ab 1440

Familie von Bila aus Wernrode ab 1777

Familie von Klatte aus Wernrode ab 1855

Die nicht mehr benutzen Gutsgebäude verfielen allmählich. Nachdem im leerstehenden Wohnhaus immer wieder durchziehende Fremde übernachtet hatten, wurde das Fachwerkhaus um 1900 abgerissen und als Doppelhaus am Ende des Dorfes Wernrode in der Waldstraße 59 und 59A „Am Japan“ wieder aufgebaut.

Lehnakten

Heutiger Zustand

Die Wüstung ist als Waldinsel frei zugänglich. Ein sogenannter Vorspannort hieß Tater Christian.

Persönlichkeiten

Anna Magdalena Francke, geb. von Wurmb (1670–1734)

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Interaktive Flurkarte von Wernrode. Abgerufen am 23. Dezember 2021.
  2. ↑ 1. Juni 1246 Hoborgerode, Die Urkunden des Stiftes Walkenried. 1, Bis 1300, Nr. 252. Abgerufen am 20. Oktober 2024.
  3. ↑ Josef Dolle, Walter Baumann (Hrsg.): Urkundenbuch des Klosters Walkenried. Band 1: Von den Anfängen bis 1300. Hannover 2002, Nr. 252.
  4. ↑ 21. August 1273 Hoburgerode, Die Urkunden des Stiftes Walkenried. 1, Bis 1300, Nr. 425. Abgerufen am 20. Oktober 2024.
  5. ↑ Josef Dolle, Walter Baumann (Hrsg.): Urkundenbuch des Klosters Walkenried. Band 1: Von den Anfängen bis 1300. Hannover 2002, Nr. 425.
  6. ↑ 27. Januar 1278 Hoborgerod, Die Urkunden des Stiftes Walkenried. 1, Bis 1300, Nr. 448. Abgerufen am 20. Oktober 2024.
  7. ↑ Josef Dolle, Walter Baumann (Hrsg.): Urkundenbuch des Klosters Walkenried. Band 1: Von den Anfängen bis 1300. Hannover 2002, Nr. 448.
  8. ↑ Landverkauf Hopelingerode. Abgerufen am 16. Juni 2023.
  9. ↑ Einwohner in Hopperode 1813. Abgerufen am 23. Dezember 2021.
  10. ↑ Einwohner in Hopperode 1846. Abgerufen am 7. März 2022.
  11. ↑ Kaufnachweis Rittergut Wernrode und adliges Gut Hopperode. Abgerufen am 20. Dezember 2021.
  12. ↑ Einwohner in Hopperode 1858. Abgerufen am 7. März 2022.
  13. ↑ Einwohner in Hopperode 1859. Abgerufen am 7. März 2022.
  14. ↑ Google Maps Ansicht Doppelhaus Waldstraße 59 und 59A. Abgerufen am 23. Dezember 2021.
  15. ↑ Landesarchiv Sachsen-Anhalt, A 35, H XXIII Nr. 1
  16. ↑ Google Maps Ansicht von der Wüstung Hopperode. Abgerufen am 23. Dezember 2021.

Koordinaten: 51° 23′ 54,3″ N, 10° 45′ 58,8″ O