Horst Mensching

Horst G. Mensching (* 5. Juni 1921 in Möllbergen; † 19. Februar 2008 in Hamburg) war ein deutscher Geograph und Geomorphologe und Hochschullehrer an der Universität Hamburg.

Leben

Mensching war der Sohn eines Lehrers und studierte nach dem Wehrdienst als Pilot im Zweiten Weltkrieg in Göttingen Geographie (sowie Geologie und Chemie) und wurde dort 1949 bei Julius Büdel promoviert mit der Dissertation Schotterfluren und Talauen im Niedersächsischen Bergland. Danach war er Assistent von Büdel in Göttingen und folgte ihm 1952 nach Würzburg, wo er sich im selben Jahr habilitierte mit der Arbeit Morphologische Studien zum Hohen Atlas in Marokko. Sie beruhte auf intensiven Feldforschungen in Marokko, wo er vor allem die Quartärgeologie des Hohen Atlas erforschte (Vergletscherung im Pleistozän, Flüsse, Klimageschichte). 1958 wurde er außerordentlicher Professor in Würzburg und 1962 ordentlicher Professor für Geographie an der Technischen Hochschule in Hannover und ab 1974 ordentlicher Professor in Hamburg. 1976 bis 1978 war er Direktor des Instituts für Geographie und Wirtschaftsgeographie. 1985 wurde er emeritiert.

Er befasste sich vor allem mit Afrika, zum Beispiel der Wüstenbildung in der Sahelzone.

Von 1970 bis 1975 war Mensching ordentliches, danach nurmehr korrespondierendes Mitglied der Braunschweigischen Wissenschaftlichen Gesellschaft. 1974 wurde er Mitglied der Leopoldina und der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, 1979 korrespondierendes Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften und 1986 Ehrenmitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften. 1995 wurde er Ehrendoktor in Würzburg. Außerdem war er Träger der Franz-von-Hauer-Medaille der Österreichischen Geographischen Gesellschaft (1998) und der Eduard-Rüppell-Medaille der Frankfurter Geographischen Gesellschaft.

Schriften

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ Die BWG gedenkt ihrer verstorbenen Mitglieder. In: bwg-nds.de. Braunschweigische Wissenschaftliche Gesellschaft, abgerufen am 5. April 2023.
  2. ↑ Mitgliedseintrag von Horst Mensching bei der Deutschen Akademie der Naturforscher Leopoldina, abgerufen am 14. Juni 2017.
  3. ↑ Mitglieder: Horst Mensching. Niedersächsische Akademie der Wissenschaften zu Göttingen, abgerufen am 28. November 2025.
  4. ↑ Frankfurter Geographische Gesellschaft: Ehrungen. In: Frankfurter Geographische Hefte. Band 57, S. 67–68.
Personendaten
NAME Mensching, Horst
ALTERNATIVNAMEN Mensching, Horst G.
KURZBESCHREIBUNG deutscher Geograph
GEBURTSDATUM 5. Juni 1921
GEBURTSORT Möllbergen
STERBEDATUM 19. Februar 2008
STERBEORT Hamburg