Horst Teichmann

Der Physiker Horst Teichmann, 1955 - Kohlezeichnung Franz Gruss

Oskar Paul Hans Horst Teichmann (* 12. Januar 1904 in Dresden; † 18. September 1983 in Wertheim) war ein deutscher Physiker und Hochschullehrer.

Leben

Teichmann besuchte ab 1914 das König-Georg-Gymnasium in Dresden, wo er 1923 das Abitur ablegte. Ab dem Sommersemester des gleichen Jahres studierte er technische Physik an der TH Dresden. Von 1926 bis 1939 war er dort Assistent am Physikalischen Institut, wo er 1929 promovierte und 1931 die Habilitation (für das gesamte Lehrgebiet der Physik) abschloss. Im November 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler. Er publizierte auch in der theoretischen Physik, z. B. zur Relativitätstheorie und Quantenphysik. - Seit den 1930er Jahren war Horst Teichmann Mitglied der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft ISIS Dresden. Dort leitete er von 1935 bis 1940 die Sektion für Mathematik und Physik; siehe Lit. W.Voss, M.Lienert.

Seit 1939 diente er der Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost und später der Bundespost (1944 Postrat, 1961 Oberpostrat, 1967 Oberpostdirektor, seit 1969 a. D.) in Berlin, Würzburg und Nürnberg. Von 1942 bis 1945 hatte er einen Lehrauftrag für theoretische Physik an der Universität Heidelberg, von 1948 bis 1972 an der Universität Würzburg, wo er seit 1953 Honorarprofessor war. Er war Schriftleiter der Zeitschrift Der Fernmelde-Ingenieur von 1951 bis 1983 und Hauptredakteur des Handwörterbuch des elektrischen Fernmeldewesens (1963–1970).

Am 31. März 1930 heiratete Horst Teichmann in der Christ-König Kapelle in Kötzschenbroda-Niederlößnitz Brunhilde Kircher, die jüngste Tochter des Marine- und Landschaftsmalers Alexander Kircher. Aus der Ehe gingen drei Söhne hervor.

Ernst Lutterbeck am Ende seiner Laudatio für Horst Teichmann, 1973 anlässlich einer DGD-Festveranstaltung im Gesellschaftshaus des Frankfurter Palmengartens

Auszeichnung

Horst Teichmann wurde im Dezember 1968 mit dem Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

Werke (Auszug)

Schriften und Vorträge

Zeitschriftenartikel

Literatur

Einzelnachweise

  1. ↑ DNB, Katalog der Deutschen Nationalbibliothek - siehe Lit. W. Voss, M. Lienert
  2. ↑ DNB, Katalog der Deutschen Nationalbibliothek - mit Auszeichnung bestanden
  3. ↑ Deutschland > Bundesarchiv - Forschungsanstalt der Deutschen Reichspost 1925-1945
  4. ↑ DNB, Katalog der Deutschen Nationalbibliothek - siehe Lit. W. Voss, M. Lienert
  5. ↑ „Der Fernmelde-Ingenieur“ heißt seit 2002 Telekommunikation Aktuell
  6. ↑ Waltraud Voss: Von Dresden in die Welt II. ISBN 978-3-941298-78-1
  7. ↑ Prof. Dr. Dr. rer. nat. Wolfgang Knüpfer - Siemens AG
  8. ↑ Architektur in Zeitschriften - Antiquariat Haker - UNIVERSITAS 10/1968 (Memento vom 29. November 2014 im Internet Archive)
  9. ↑ Einstein Archives Online 1. Januar 1942
  10. ↑ siehe Heinrich Greinacher
  11. ↑ Access: A Simple Relay for Spark Counters of the Greinacher Type (PDF) Nature, International weekly journal of science from 30. Nov. 1935
Personendaten
NAME Teichmann, Horst
ALTERNATIVNAMEN Teichmann, Oskar Paul Hans Horst (vollständiger Name)
KURZBESCHREIBUNG deutscher Physiker und Hochschullehrer
GEBURTSDATUM 12. Januar 1904
GEBURTSORT Dresden
STERBEDATUM 18. September 1983
STERBEORT Wertheim