Horst Seidler (* 26. Juli 1944, Wien; † 30. Dezember 2025) war ein österreichischer Anthropologe und Hochschullehrer. Er lehrte an der Universität Wien und war 2008 Dekan der Fakultät für Lebenswissenschaften.
Horst Seidler war seit 1968 am Institut für Humanbiologie der Universität Wien tätig, seit 1984 als Professor für Humanbiologie. Von 1981 bis 2000 war er Vorstand des Instituts für Anthropologie.
Von 1974 bis 1990 war Seidler wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Andreas Rett an der Abteilung für entwicklungsgestörte Kinder am Neurologischen Krankenhaus Rosenhügel.
Schwerpunkte seiner Arbeiten waren die Humangenetik, die Rassen- und Populationsgenetik und die Hominidenevolution. In Zusammenarbeit mit der Angewandten Psychologie konnte er in den Bereichen Morphologie, Konstitutionslehre und Typologie wichtige wissenschaftliche Erkenntnisse erzielen.
Populär bekannt sind seine Forschungen zum Ötzi in Südtirol, zu den Mumien der Wolkenmenschen-Inca in Peru, sowie seine Ausgrabungen und damit verbundenen Konflikte in Äthiopien.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Seidler, Horst |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Anthropologe |
| GEBURTSDATUM | 26. Juli 1944 |
| GEBURTSORT | Wien |
| STERBEDATUM | 30. Dezember 2025 |