Howel Williams

Howel Williams (* 12. Oktober 1898 in Liverpool; † 12. Januar 1980 in Berkeley, Kalifornien) war ein US-amerikanischer Geologe, Petrograph und Vulkanologe.

Leben

Williams, der von Haus aus walisisch sprach, studierte an der Universität Liverpool, unterbrochen vom Wehrdienst im Ersten Weltkrieg (1917/18), mit dem Bachelorabschluss in Geographie 1923 und dem Masterabschluss in Archäologie 1924 und Geologie am Imperial College in London ebenfalls mit dem Masterabschluss. Am Imperial College fertigte er unter W. W. Watts seine Abschlussarbeit über den Snowdon in Nordwales und dessen Ursprünge in ordovizischem Vulkanismus. Er besuchte auch Vulkanregionen in der Auvergne (Zentralmassiv) und der Eifel, was zu seiner Hinwendung zur Vulkanologie beitrug. Ab 1926 war er an der University of California, Berkeley, wo er begann sich mit Vulkanen in Kalifornien zu befassen, aber auch Hawaii und Tahiti besuchte. 1928 erhielt er einen D.Sc. der Universität Liverpool, war zwei Jahre am Imperial College und kehrte 1930 nach Berkeley zurück, wo er 1937 eine volle Professur erhielt und 1940 bis 1949 der Geologiefakultät vorstand. Nach seiner Emeritierung forschte er an der University of Oregon.

Er studierte insbesondere kalifornische Vulkane (zunächst die Sutter Buttes im Sacramento Valley und den Lassen Peak im Kaskadengebirge), aber auch in Zentralamerika (Guatemala, Honduras, Nicaragua, Mexiko), wo er vielerorts einer der Pioniere geologischer Landesaufnahme war, in Südamerika, Alaska und im Pazifik (Galapagosinseln, abgeschlossen 1969, Tahiti). Williams ist bekannt für die Erforschung der Calderabildung zum Beispiel im Crater Lake. Er verfasste auch ein in den USA bekanntes Lehrbuch der Petrographie, zu dem er auch wie in seinen anderen Publikationen eigene Zeichnungen beisteuerte. Er hatte auch einen Abschluss in Archäologie (und kam erst zur Geologie, nachdem ein Geologe ihm als Student bei einer Ausgrabung römischer Relikte über den Fossilgehalt auf die Herkunft der Steine hinwies) und wandte petrographische Methoden in der Archäologie an, zum Beispiel bei den olmekischen Statuen in La Venta (Mexiko). 1950 untersuchte er fossile menschliche Fußabdrücke in vulkanischen Schlammablagerungen in Nicaragua.

1950 wurde er in die National Academy of Sciences aufgenommen.

Sein Zwillingsbruder David Williams war auch Geologe.

Schriften

Literatur

Personendaten
NAME Williams, Howel
ALTERNATIVNAMEN Williams, Howell
KURZBESCHREIBUNG US-amerikanischer Geologe, Petrograph und Vulkanologe
GEBURTSDATUM 12. Oktober 1898
GEBURTSORT Liverpool
STERBEDATUM 12. Januar 1980
STERBEORT Berkeley, Kalifornien