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Die Herren von Ronow, auch von Ronburg (tschechischz Ronova, auch Ronovci) waren ein altes böhmischesAdelsgeschlecht, aus dem – nach dem gemeinsamen Baumästewappen („Ostrew“) – mehrere berühmte böhmische Adelsgeschlechter hervorgingen, unter diesen die Ronow und Biberstein aus dem Hause Krzinecky von Ronow, die von Lichtenburg, die Berka von Dubá, von Leipa und die Mirzan von Klin(gen)stein (z Klinštejna).
Der erste schriftlich nachgewiesene Ahne war Smil Světlický Herr auf Tuhan (um 1205), seit 1211 Burggraf von Glatz. Seine Söhne waren Heinrich (um 1252), Tschastolov (Častolov) (um 1253) und Smil.
Die Familie teilte sich später in zwei Zweige mit dem gleichen Wappen.
Geschlecht von Ronow
Der Zweig hielt Burg Ronow bei Zittau. Gründer dieser Linie der Vögte von Zittau und Görlitz war Anselm (nachgewiesen von 1381 bis 1412) und Předbor (* 1385; † um 1406). 1396 wurde die Herrschaft in Sachsen durch Zittau abgekauft, danach hielt und die Familie Ländereien nur noch in Böhmen.
Anselm diente dem Görlitzer Fürsten Johann und erhielt für seine Dienste Burg Ronow bei Zittau, nach der er sich seit 1385 bezeichnete. Von 1392 bis 1396 war er Vogt in Görlitz und Zittau. 1396 kaufte sich Zittau frei und erwarb ebenfalls alle Zollrechte. Anselm hatte die Söhne Hanusch, der früh starb, Wilhelm, Materna und Christoph. Da die restlichen drei ohne Nachkommen starben, vermachten sie ihr Vermögen 1432 Čeňěk von Klingstein und Nikolaus von Tschestitz.
Předbor war 1397 Höchster Marschall und 1399 Burggraf von Glatz. Er hatte die Söhne Chaval († nach 1410), Předbor, Wilhelm und Janek. Die letzten drei bekamen Leipa überschrieben. Dem Anschein nach stammt von einem dieser Brüder das Geschlecht der Křinečtí von Ronow ab.
Das Wappen zeigt zwei abgehauene geschrägte Stämme, an jeder Seite mit zwei gestümmelten Ästen. Auf dem Helm ein Pfauenschweif belegt mit der Schildfigur.
Genealogie
Smil Světlík († 1216), Burggraf von Glatz
Heinrich von Zittau († 1259), Burggraf in Görlitz 1234, verheiratet u. a. mit Sybille von Sizilien († 1262), der Witwe des Přibyslav von Křižanov († 16. Januar 1251)
Smil von Lichtenburg († 1269), fl 1243, verheiratet mit Elisabeth von Kunstadt
Heinrich (Hynek) († 1296), verheiratet mit Domoslava Bavor von Strakonitz, Tochter des Bavor I. von Strakonitz und Mechtilde. Die Kinder aus der ersten Ehe gründeten das Geschlecht von Lichtenburg.
Smil Pykna von Lichtenburg († vor 1297)
Remunt auch Raimund Bítovský von Lichtenburg († nach 1329), Hauptmann der Markgrafschaft Mähren. Seine Nachkommen gründeten das Geschlecht Bítovští z Lichtemburka
Heinrich von Brod
Ulrich (auch Ulman) von Lichtenburg († 1314), seit 1313 Burggraf von Prag, Urahne der Linie von Chotzen
Heinrich († etwa 1353)
Vaněk († etwa 1357)
Johann der Jüngere (nachgewiesen 1365–1379)
Ernst (auch Vaněk)
Johann Pykna (nachgewiesen 1352–1389)
Zikmund Pikna (* etwa 1388–† 1410)
Smil
Častolov (Čeněk) († 1272), seine Nachkommen führten den Zusatz von Pribislau und Ronow
Čeněk von Pribislau (nachgewiesen 1283–1289)
Čeňek († 1355)
Albert (erwähnt 1314)
Hynek von Pribislau († 1329), Ahne des Geschlechts von Pribislau.
Der älteste Sohn Hyneks, war Smil († 1356), der bis 1330 den Präfix von Pribislau führte.
Hynek († 1366)
Smil († 1366)
Čeněk (nachgewiesen 1357–1389), stiftete 1381 den Altar in Pribislau und die Kapelle in Ronov
Sigmund (nachgewiesen von 1391 bis 1399) war etwa seit 1397 Verwalter des Familienvermögens. 1399 soll er das Bistum Olmütz geschädigt haben. Sein Vermögen erbte sein Bruder Smil.
Smil (nachgewiesen von 1397 bis 1403), Erbe von Sigmund und Jodok, vermachte einen Teil seines Vermögens der Kirche, die er zeitlebens unterstützte.
Smilek († 1437)
Jodok (nachgewiesen von 1391 bis 1421), verheiratet mit Elisabeth von Schwamberg
Johann (nachgewiesen 1406), ohne Nachkommen
Sigmund (nachgewiesen 1406–1426), ohne Nachkommen
Čeňek (nachgewiesen von 1405 bis 1421), war Mitglied des Landgerichts in Prag.
Hynek, seit 1406 Landrichter von Brünn, war mit Markete von Kunštát verheiratet. 1412 kam es zu Auseinandersetzungen mit Erhart von Kunštát. Hynek wurde gefangen genommen und gegen Lösegeld freigelassen. Seine Hinterlassenschaft erhielt seine Ehefrau.
Machna, heiratete Markvart von Lomnitz
Elisabeth, heiratete in zweiter Ehe Milota von Tworkau
Zdeniek († vor 1379), wurde 1362 als Fundator der Kirche in Pravnov und 1366 in Pribislau aufgeführt sowie als Schenker an die Klöster in Saar und Pohled
Anna, vererbte ihre Rechte an ihren Onkel Čeňek
Haimann von Pribislau († vor 1366), überließ einen Teil seiner Besitzungen seinem Bruder Smil.
Čeněk von Mistelholz († vor 1398)
Johan Hlaváč († nach 1430), erhielt vom Jost die Markgrafschaft, war Mitglied des Brünner Landgerichts und schloss sich 1421 den Hussiten an. Er war mit Margarethe/Markéta von Holstein verheiratet. 1429 erhielt er Pardubitz, dass er kurz darauf wieder veräußerte.
Wenzel Sturm († nach 1472), nahm 1433 an der Prager Versammlung teil. Verschuldet, kam er um einen Großteil des väterlichen Vermögens.
Hynek (nachgewiesen 1398–1412)
Aleš († 1421), nahm 1415 am Konstanzer Konzil teil und führte im Namen des Königs Sigismund Krieg gegen Friedrich IV. von Österreich. Verheiratet mit Anna von Beneschau.
Smil (starb früh)
Čeňek (starb früh)
Heinrich († 1373), auch Henricus de Ossaw war der jüngste Sohn Hyneks. Sein Sohn gleichen Namens starb im selben Jahr wie sein Vater. Vermutlich hatte er zwei Söhne Smil und Hynek, die sich seit 1392 z Osové nannten.
Častolov (1211–1253), Burggraf von Zittau
Častolov von Klingenstein (nachgewiesen 1250–1278), seine Nachfahren benutzten das Präfix von Klingenstein (z Klinštejna)
Albrecht von Dauba, Urahne des Adelsgeschlechts Škopek z Dubé
Heinrich († 1309), Burggraf von Prag und Vorfahre der Herren von Dauba (z Dubé)
Agnes von Ronow, heiratete Benesch I. von Wartenberg
Puta von Friedland († 1318), Vorfahre der Herren von Adersbach und Dauba (Adršpach z Dubé)