Hubert Egemann (* 29. August 1929 in Karlsgrund, Provinz Oberschlesien; † 25. Juli 1992) war ein deutscher Politiker (SED). Er war Leiter der Abteilung Verkehrs- und Verbindungswesen bzw. der Abteilung Transport- und Nachrichtenwesen des ZK der SED.
Egemann, Sohn einer Arbeiterfamilie, besuchte die Oberschule. 1946 siedelte er nach Aschersleben um, dort wurde er zum Betriebsjunghelfer ausgebildet und nahm dann eine Tätigkeit bei der Deutschen Reichsbahn auf.
1948 trat er der SED bei. Zwischen 1950 und 1953 studierte er an der Deutschen Verwaltungsakademie in Forst Zinna. Sein Studium schloss er als Diplom-Staatswissenschaftler ab. 1953/54 war er Betriebsassistent im Ministerium für Eisenbahnwesen und Abteilungsleiter Güterverkehr im Reichsbahnamt Aschersleben.
Von 1954 bis 1987 war Egemann Mitarbeiter des ZK der SED: Ab 1958 fungierte er als Sektorenleiter, ab 1960 als stellvertretender Abteilungsleiter und von 1962 bis 1987 als Leiter der Abteilung Verkehrs- und Verbindungswesen bzw. der Abteilung Transport- und Nachrichtenwesen des ZK.
Am 22. Juni 1985 wurde er mit der Medaille für Verdienste um die antiimperialistische Solidarität des Solidaritätskomitees der Deutschen Demokratischen Republik ausgezeichnet und war somit neben Erich Mielke (in seiner Eigenschaft als Minister für Staatssicherheit) eine der ersten damit geehrten Personen.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Egemann, Hubert |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (SED) |
| GEBURTSDATUM | 29. August 1929 |
| GEBURTSORT | Karlsgrund |
| STERBEDATUM | 25. Juli 1992 |